MEINE WOHNUNG
- Das aktuelle Kurz-Info für Wohnungsinhaber vom 3.8.2013

Teure Stimmvollmachten für Verwalter
Seit geraumer Zeit wollten sich Eigentümer in Kaiserslautern von einem umstrittenen Verwalter befreien. Hausgeld-Vergleich e.V. hatte auf unhaltbare Zustände bereits im Internet mit dem Bericht “Verzweifelte Eigentümer kämpfen in Kaiserslautern ...“ hingewiesen. Nun gelang die Ablösung dieses Verwalters gleich in zwei großen Wohngemeinschaften. Das Landgericht Landau/Pfalz bestätigte, dass die Vollmachtsausübung durch den Verwalter von Eigentümern berechtigt beanstandet und nicht akzeptiert wurde. U.a. wurde die Wiederwahl des Verwalters wegen unberechtigter Vollmachtsverwertung für ungültig erklärt und dem Verwalter die Kosten der Verfahren (im einem Verfahren die Hälfte und im anderen Verfahren die vollen Verfahrenskosten) auferlegt. Im letzteren Falle ist dies wegen des hohen Streitwerts von 155.000,- € eine stattliche Geldsumme von um die 35.000,- €. Zwei Verwalteraufträge sind weg und dazu zweimal Verfahrenskosten für den Verwalter. Bitter für solch einen Verwalter - aber in diesem Falle hochgerecht.
Es kann anlässlich dieses Falles nur die These von Hausgeld-Vergleich e.V. wiederholt werden: “Vertrauen ist gut, Kontrolle bringt bei bestimmten Verwaltern aber ein besseres Ergebnis.”
Warum aufregen? Viele Eigentümer und Verwalter begrüßen die Arbeit des NSA
Wie man hört, ist das Echo auf die US-Datenaffäre in Deutschland geteilt. Viele Eigentümer sind begeistert, weil sie mit der NSA endlich jemanden gefunden haben, der ihre Beschwerde-Emails an den Verwalter liest. Viele Verwalter und deren Verbände sind ebenfalls zufrieden, weil sie jetzt wahrheitsgemäß verbreiten können:
“Es gibt keine Beschwerde-Emails von Eigentümern an Verwalter, die nicht gelesen werden“.
Und der besonders schreib- und abspeicherungswütige Wohnungseigentümer hat in der NSA endlich einen kompetenten Ansprechpartner, wenn ihm Daten auf seinem Computer abhanden gekommen sind. Denn die NSA hat die verlorenen Daten sicher gespeichert. Die ganze Aufregung sollte nochmals aus dieser Sicht auf Angemessenheit überprüft werden, meint jedenfalls Hausgeld-Vergleich e.V.
Bitte diese Info der Kanzlerin und an den Kanzleramtschef Profalla weiterleiten. Danke!
Die Kanzlerin kann die bisherige Strategie der Ahnungslosen aufgeben und das doch wirklich Positive der NSA-Arbeit für den Wahlkampf von den Wahlstrategen aufbereiten lassen. Die richtige Sicht erspart unnötige Aufregung, oder?
Kopienversand vom Verwalter kann seit 11.2.2011 nicht mehr verlangt werden ...
... wenn eine Einsichtnahme im Büro des Verwalters zumutbar ist. Im Büro des Verwalters kann sich der Eigentümer Kopien anfertigen oder gegen Kostenersatz anfertigen lassen. Dies zur Erinnerung, nachdem es ein Eigentümer mit dem Anfordern von Kopien überspannt hatte. Nur wenn eine Einsicht unzumutbar ist,(z.B. bei zu weiter Entfernung zum Verwalterbüro oder Nichtermöglichung einer Einsicht vor der Versammlung), dürfte die Forderung nach Kopien gegen Kostenerstattung durchsetzbar sein.
Weniger Unterstützer der Energiewende zum Wackelstrom aus Sonne und Wind
In der letzten Kurzinfo wurde auf die Kritik an der Energiewende im “Handelsblatt” von Siemens-Chef Peter Löscher und Eon-Chef Johannes Teyssen hingewiesen. Löschers Kritik und Erkenntnis kam zu spät. Er hat inzwischen deswegen seinen Job verloren wie Tausende andere auch. Investitionen in grüne Energie erweisen sich als Milliardengrab, so wie bei Siemens - selbst wenn sie vom Bürger hochsubventioniert werden müssen. Bei RWE droht der Jobabbau von 10.000 Arbeitsplätzen. Inzwischen ging auch der Chef der Gewerkschaft IG Bau Bergbau, Chemie und Energie, Michael Vassiliadis, laut Handelblatt auf Distanz zur Energiewende. Der Verlust wertvoller, gut bezahlter Industriearbeitsplätze steht auf dem Spiel, weil Strom nach der derzeitigen Strategie unzumutbar teuer für die Industrie wird. Selbst der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt kritisiert als Staatsdiener den derzeitigen Weg.
Und wann wachen Sie auf, dass unzuverlässiger Strom aus Sonne und Wind nie geeignet sein wird, eine zuverlässige Stromversorgung zu verbraucher- und industrieverträglichen Preisen zu gewährleisten?
Und finden Sie es in Ordnung, dass immer mehr wertvolle Ackerflächen zum Anbau von Nahrungsmitten verloren gehen, um dort Monokulturen von Mais- und Rapsfeldern entstehen zu lassen?
Wegducken ist kein Weg für den Bürger. Zeigen Sie den Politikern die rote Karte, die nicht bereit sind, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.
Wir brauchen eine zuverlässige Energieversorgung zu verträglichen Preisen.
Unzumutbare Fernwärmepreise
Das Bundeskartellamt prüft inzwischen die Preisgestaltung im Fernwärmemarkt. Wir erinnern an unsere Info “Sparen mit Erdgas”. Aus aktuellem Anlass wird auch vor übereilten Abschlüssen von langfristigen Wärmecontracting-Verträgen gewarnt. Auch hier sind Abzocker am Werk - leider teilweise mit Fürsprache von Verwaltern, so dass die Nachteile oft erst nach der Beschlussfassung darüber sichtbar werden. Deshalb grundsätzlich vor der Zustimmung zu komplexen Wärmelieferungsverträgen unabhängige Fachleute mit der Prüfung der Verträge beauftragen und in jedem Falle Hausgeld-Vergleich e.V. informieren. Und keine Zustimmung ohne eine fachkundige und unabhängige Fachmeinung!
Proteste gegen Energie-Einsparverordnung führten zur Verschiebung
Zumindest haben die Proteste gegen die Verschärfung der Energieeinsparverordnung zu einer Verzögerung und neuen Beratung geführt. Der zustimmungspflichtige Bundesrat hat eine Entscheidung am 5.7. verschoben. Es bleibt also spannend, ob die Kritik an dem unüberschaubaren Machwerk EnEV - auch vom “Arbeitskreis Richtig Bauen” von Hausgeld-Vergleich e.V. - zu Korrekturen führt. Unter anderem waren die irreführenden Angaben der Energieausweise für die einzelne Wohnung in Verkaufs- und Vermietungsanzeigen kritisiert worden.
“Der richtige Umgang mit Querulanten”
Dass Querulanten nicht nur Verwalter nerven können, ist klar. Seit geraumer Zeit soll deshalb ein Seminar für Verwalter des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter e.V. der Renner sein. Der Titel des Seminars lautet: “Der richtige Umgang mit “Querulanten” in der Eigentümergemeinschaft.” Mit anwaltlicher Fachkunde aus Solingen wird in diesem Seminar aufgezeigt, wie gegen solche Zeitgenossen vorgegangen werden kann, wie man sie ignoriert und auflaufen lässt. Der Inhalt des Seminars gibt Erklärungen für das Verhalten vieler Verwalter gegenüber dem einen oder anderen Eigentümer. Das Vorschaltseminar, “wie Verwalter durch ordnungsgemäße Verwaltung Querulantentum verhindern können“, ist leider noch nicht verfügbar. Es soll hier vielen Verwaltern noch am konkreten Interesse für solch ein Seminarthema fehlen. Die erforderliche Besucherzahl würde nicht zu erreichen sein, so ein Insider.
Gemeinschaft kann über die Anschaffung von Rauchmelden entscheiden ...
... wenn so wie gerade in Baden-Württemberg die Rauchmelderpflicht ab 2015 auch in bestehenden Wohngebäuden Pflicht wird. Der BGH hat inzwischen entschieden, dass die Gemeinschaft die Beschlusskompetenz hat, solche Schutzgeräte auch im Sondereigentum anbringen zu lassen, wenn eine Landespflicht zur Installation besteht. Die Gemeinschaft kann in diesem Zusammenhang auch die erforderliche Wartung der Geräte durch einen professionellen Dienstleister beschließen. Dies hat in der Praxis durchaus Vorteile, denn dann kann der einzelne Eigentümer nicht für die Kosten des Anrückens der Feuerwehr bei einem Fehlalarm “seines” Geräts haftbar gemacht werden.
Erhöhung der Anwaltsgebühren ab 1.8.2013
Neben den Notargebühren wurden auch die Anwaltsgebühren angehoben. Eine Anpassung war nach vielen Jahren der Kostenstabilität durchaus angemessen. Auch in anderen Bereichen erhalten die Dienstleister Anpassungen an die inzwischen erfolgte Inflationsrate. Die Erhöhung ist eher als bescheiden zu bezeichnen.
Unerfreulich dagegen die Entwicklung bei der Grundsteuer
Obwohl es seit Jahren wegen der Angst vor der Instabilität des Euros eine regelrechte Flucht in Immobilienbesitz gibt und die Preise dafür rasant gestiegen sind, gibt es weiterhin bei der Grundsteuer nur eine Richtung. Und die geht nach oben. Sagenhafte 6,5% Grunderwerbssteuer plant Schleswig-Holstein ab 1.1.2014. Die anderen Länder liegen inzwischen überwiegend bei 4,5 bis 5%. Vor 2007 lag der Steuersatz noch bei 2%. Die Einnahmen der Länder haben sich in diesem Bereich innerhalb von 20 Jahr rund verdreifacht auf jetzt rund 7,5 Milliarden Euro. Welcher Bürger könnte sein Einkommen verdreifachen?
Zum Schluss ein Kommentar von Dipl.-Meteorologe Dr. Wolfgang Thüne:
“Es wäre Aufgabe einer wirklich nachhaltigen und verantwortungsvollen Politik, nicht den Energiewende-Schaden an den Bürgern zu vermehren, sondern ihn wieder zu verringern und abzuwenden.... Der Klimaschutz ist eine “Mogelpackung”. Die Zeiten, dass sich die Politik wie zu Feudalzeiten statt “Hofnarren” nunmehr “Klima-Clowns” hält, um unbegründet Klimaängste zu verbreiten, nähern sich dem Ende.“
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Hausgeld-Vergleich e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn,
verantwortlich für den Inhalt Norbert Deul, Tel. 09154/1602, E-Mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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