Bisher war Präsident Flasbarth des Umweltbundesamtes vor allem mit seinen umstrittenen Behauptungen zum Klimawandel und mit seinen Forderungen aufgefallen, der Bürger solle sich einschränken. Äußerst peinlich dürfte es deshalb sein, dass das Umweltbundesamt jetzt selbst mit dem Neubau in Dessau den eigenen Forderungen so gar nicht gerecht wird.

Das Gebäude des Umweltbundesamtes ist kein ökologisches Vorbild, stellten die Prüfer des Bundesrechnungshofes fest. Der Neubau in Dessau sollte jedoch als ökologisches Vorbild dienen. Die Betriebskosten lagen statt dessen bei der Überprüfung um 50% über den Kosten üblicher Verwaltungsgebäude, demnach 400.000 € höher als geplant.

Dem Prüfberichts, der Hausgeld-Vergleich e.V. vorliegt, ist zu entnehmen:

“Statt der geplanten Betriebskosten von 42,- € betrugen diese in den ersten 5 Jahren 63,- € je qm im Jahr.”
Das was rechtschaffene Fachleute voraussagen, traf ein:
Die Wartungskosten für ökologisch-innovative Gebäude sind unverhältnismäßig hoch, somit nicht betriebswirtschaftlich und die theoretischen Vorausberechnungen nach EnEV zur Energieeinsparung wertlos.
Es wurde zudem versäumt, die Ergebnisse des Energiemonitorings auszuwerten und eine Erfolgskontrolle durchzuführen. Bei Inbetriebnahme des Gebäudes waren Mängel an den technischen Anlage nicht beseitigt worden:
  • Die solarbetriebene Kältemaschine erbrachte nur 50% der prognostizierten Leistung.
  • Der Erdwärmetauscher war nur mit einer reduzierten Betriebsdauer wirtschaftlich zu betreiben.
    Dies führte zu deutlich geringeren Energieeinträgen als geplant.
  • Auftretendes Kondensat (Feuchte) unter dem Dach des Innenhofes musste durch verstärktes Lüften beseitigt werden, was zu einem höheren Energieverbrauch führte.

Der Bundesrechnungshof stellte somit fest, die angestrebten wirtschaftlichen Erfolge seien nicht durchgängig eingetreten. Dies betreffe vor allem den noch zu hohen Wärmeverbrauch und die eingeschränkte Effizienz der solargestützten Kälteerzeugung.

Das Umweltbundesamt und das Bauministerium führten keine Erfolgskontrolle durch. Kritisiert wird vom Bundesrechnungshof noch die Öffentlichkeitsarbeit des Umweltbundesamtes:

“Gegenüber Fachbesuchern wurden unvollständige Angaben über die Betriebskosten gemacht.”
Umgangssprachlich würde Hausgeld-Vergleich e.V. es verständlicher ausdrücken:
Fachbesuchern wurde das Betriebskostendesaster dieses “Vorbild-Gebäudes“
des Umweltbundesamts in Dessau verschwiegen!
Der Bericht des Bundesrechnungshofes ist gegen 2,20 € in Briefmarken erhältlich bei:
Hausgeld-Vergleich e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn
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