Die diesjährige Klima- und Energiekonferenz, organisiert von Europäischen Institut für Klima und Energie e.V. (EIKE) und weiteren privaten Instituten (wie dem Haus der Freiheit, dem Berlin-Manhattan Institute), fand am 25. und 26.11.2011 in München im Maritim-Hotel statt. Es wurden insgesamt 20 Vorträge gehalten. Die Referenten kamen aus USA, Kanada, England, Dänemark, Israel, Österreich und Deutschland. Insgesamt waren zwischen 160-170 Konferenz-Besucher dabei, davon über 90 % Erstbesucher. Interesse zeigten auch Mitglieder unseres Vereins, die teilweise auch bei der Organisation halfen. Auch Bekannte Juristen waren unter den Besuchern.

Der Veranstalter EIKE begrüßte z.B. Journalisten von Die Welt, der ZEIT, der Süddeutschen Zeitung, dem FOCUS, dem Bayrischen Fernsehen, der tz und Münchner Merkur, und zahlreichen weiteren Medienunternehmen. Der mit dem Publizistikpreis der Stadt München ausgezeichnete Herausgeber, Herr Dirk Ippen (u.a. tz, Münchner Merkur) zeigte persönliches Interesse.


Die jüngeren u. älteren Besucher konnten sich nach Vorträgen mit dem von EIKE angebotenen Imbiss stärken

Der erste Vortrag „Warum fast nichts, was Sie über das IPCC wissen, wahr ist“ von der inzwischen weltbekannten kanadischen Buchautorin Donna Laframboise sorgte für eine große Überraschung. Frau Lafromboise berichtete u.a. über die Diskrepanz zwischen Anspruch des IPCC (nur Peer-Reviewte Autoren) und der Realität. Diese sieht so aus, dass ein Großteil der Artikel in den IPCC-Berichten von grünen Aktivisten stammt, die mit seriöser Klimaforschung nicht das geringste zu tun haben, dafür umso mehr mit Propaganda.

Der anschließende erste Vortrags-Block lautete "Messwerte versus Modellwerte". Hier sprachen Prof. em. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, Prof. em. Dr. Gernot Patzelt und Dipl. Metereologe Klaus-Eckart Puls. Lüdecke berichtete über seine beiden kürzlich erschienenen Fachveröffentlichungen, in denen belegt wird, dass der jüngste 100-jährige Temperaturanstieg im Vergleich der letzten 2000 Jahre nicht ungewöhnlich ist und zu seiner Erklärung nicht zwingend des anthropogenen CO2 bedarf. Patzelt sprach über seine Gletscheranalysen, die weit höhere Temperaturen als heute in der Vergangenheit belegen, wobei entsprechend die Baumgrenzen höher lagen. Seine wichtigste Aussage: Über 2/3 der letzten 10.000 Jahre war es wärmer als heute. Puls berichtete über die bis zum heutigen Tage fehlenden Nachweise für menschlich verursachte Extremwetterereignisse oder ungewöhnliche Meeresspiegelveränderungen. F.-K. Ewert wies auf die fehlende Veranlassung und die potentielle hohe Gefährlichkeit der CCS-Methode (Carbon Capture and Storage) hin.

Unter der Überschrift „Klima, Wasser und Sonne“ trugen die weltbekannten Klimaforscher Prof. Dr. Jan Veizer, Prof. Dr. Nir Shaviv und Prof. Dr. Henrik Svensmark vor. Veizer beschrieb die beiden globalen Kreisläufe von Wasser und CO2 und zeigte auf, dass der Wasserkreislauf den CO2-Kreislauf bestimmt, nicht umgekehrt. Shaviv ging auf die Rolle der kosmischen Strahlung auf das langfristige, aber auch das kurzfristige Klimageschehen ein, und Svensmark berichtete über den Fortschritt in der Erforschung der komplexen Wirkungskette, die mit der vom variierenden Sonnenmagnetfeld gesteuerten kosmischen Strahlung beginnt und mit der davon induzierte Aerosol- bzw. Wolkenbildung endet. Ersichtlich war das Interesse der Medienvertreter an den Vorträgen dieser international bekannten Forscher besonders groß.

Im nachfolgenden Diskussions-Panel „Update zur CERN Studie über kosmische Strahlung und den Klimawandel“ ging es in den Fragen aus dem Publikum im Wesentlichen darum, welche Rolle das anthropogene CO2 für die Klimaentwicklung spielt und warum sich drei prominente Forscher relativ bedeckt angesichts der Klima-Alarmmeldungen in den Medien verhalten. Insbesondere Svensmark konnte auch einen positiven Aspekt dem Vorbehalt seiner der IPCC-Auffassung anhängenden Kollegen abgewinnen. Viele interessante Forschungsthemen werden von diesen nämlich nicht angerührt, weil sie nicht ins alarmistische Bild passen. Damit fehlt der ansonsten in einem ordentlichen Wissenschaftsbetrieb fehlende Konkurrenzdruck für Forscher, die keine ideologischen Vorbehalte haben.

Das nächste Panel lautete „Vom Umgang mit der Wahrheit bei Forschern und Projektentwicklern“. U.a. der britische Chemiker Andrew Montford berichtete über das nicht enden wollende Mann´sche Hockeyschläger Spektakel, sowie die jüngsten Climate Gate 2.0 Enthüllungen. Die bestätigen erneut, die zum Teil kriminelle Energie, die Teile der IPCC Kernmannschaft um Phil Jones und Michael Mann aufwendeten, um nicht genehme Ergebnisse zu unterdrücken (hide the decline) oder andere Ergebnisse im Sinne des von der Politik gewünschten Alarmismus passend zu machen.

Prof. Dr. Gert Ganteför von der Uni Konstanz untermauerte anhand vieler Zahlen einmal mehr die Unsinnigkeit einer auf "Erneuerbare" aufbauenden Energieversorgung. Sein Vortrag lautete „Deutschlands Energiewende und ihre Kosten – Plan und Wirklichkeit“. Der von ihm gewählte Kernansatz war die Produktivität, die stetig seit Beginn der Menschheit bis zum heutigen Tage angestiegen ist und fast als alleiniges Maß für unseren Wohlstand gelten darf. Erst die sog. „erneuerbaren Energien“ drehen diese Entwicklung zu sinkender Produktivität wieder um.

Ganteför belegt, dass grüne Energieerzeugung ungeeignet ist, um der stetig weiter wachsenden Erdbevölkerung eine brauchbare Industrialisierungs- und Nahrungsbasis zu geben. So ist beispielsweise die Anbaufläche eines ganzen Bundeslandes der Größe Hessens erforderlich, um ausreichend Energie aus Biopflanzen für Deutschland zu liefern.

Dipl.-Ing. Tilmann Kluge und Wolfgang Müller beschäftigen sich mit den windigen Tricks der Solar- und Windkraftbranche. Einer der Höhepunkte war zudem der Vortrag von Frau Vera Lengsfeld, die es auf den Punkt brachte:

„Bei der Rettung des Klimas stört der Mensch“

Die von Frau Lengsfeld gezogenen Vergleiche der politischen Hebel von Klimaschützern mit undemokratischen Methoden in Diktaturen wurde mit lang anhaltendem Applaus bedacht und hinterließ bei vielen Zuhörern Nachdenklichkeit.

Der Sonnabend begann mit dem Block „Vorhersagen und Szenarien“, der mit einem Vortrag „Klimawandel zwischen Modellen, Statistik und Ersatzreligion“ von Prof. em. Dr. Werner Kirstein eröffnet wurde. Sicher war es nur Zufall, aber man wurde bei Kirstein des Öfteren an den Vortrag von Frau Lengsfeld erinnert. Der anschließende Vortrag von Piers Corbyn „Wie akkurate und langfristige Wettervorhersagen möglich sind“ stieß allerdings bei vielen Fachleuten auf Skepsis. So einfach, wie von Corbyn geschildert, sind die Klima-, Wetterrealitäten und ihre Vorhersagen nun doch nicht.
Prof. Dr. Gerd Habermann zeigt im Schlussvortrag klar auf, dass Klimapolitik eine Gefahr für unsere Freiheit darstellt. Aber das wunderte am Schluss der Veranstaltung schon wirklich niemanden mehr.


Andres Montfort kritisierte die Arbeitsweise des IPCC

Anwesende WEG-Juristen Tauchert und Gell
Fazit:
Zunächst sollten wir Wohnungsinhaber dem Organisator EIKE e.V. dafür danken, dass uns durch die Vorträge namhafter internationaler Wissenschaftler und Fachleute die Möglichkeiten geboten wurde, die bisherigen stromlinienförmigen Veröffentlichungen darüber, dass wir mit persönlichen CO2-Einsparungen das Klima beeinflussen könnten, jetzt auch aus einer anderen Sicht beurteilen können. Damit wurde für uns klar, dass wir zukünftige energetische Maßnahmen nur noch unter dem Gesichtspunkt der reinen Betriebswirtschaftlichkeit beurteilen sollten.
Erfreulich ist, dass einige Medien wie DIE WELT, verschiedene Fernsehsender sowie die Deutsche Welle neutral, offen und verbrauchergerecht in unserem Interesse berichteten.
Schade ist, dass sich z.B. Patrick Illinger von der Süddeutschen Zeitung nicht diesem überfälligen Wandel in Sinne einer wünschenswerten öffentlichen Diskussion von Klimaalarmisten mit Klimarealisten angeschlossen hat und er es sich nicht verkneifen konnte, Vortragenden und den Besuchern („pensionierte grauhaarige Herren, die sich kennen) eine negative Position anzuhaften.
Aber wie kann man sich noch selbst wandeln, wenn man felsenfest weiß, dass 0,038% CO2-Anteil in der Atmosphäre unser Klima negativ beeinflusst und unsere Köpfe vom Weltall durch ein Treibhausdach abgeschirmt ist.
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