Erstmals hat der Gesetzgeber mit der Änderung des WEG zum 1.7.2007 einen wichtigen Grund genannt, der zur Abberufung des Verwalters führt. Deshalb lautet es jetzt in
§ 26 Bestellung und Abberufung des Verwalters
(1) Über die Bestellung und Abberufung des Verwalters beschließen die Wohnungseigentümer mit Stimmermehrheit. ...... Die Abberufung kann auf das Vorliegen eines wichtigen Grundes beschränkt werden. Ein wichtiger Grund liegt regelmäßig vor, wenn der Verwalter die Beschluss-Sammlung nicht ordnungsgemäß führt. Andere Beschränkungen der Bestellung und Abberufung des Verwalters sind nicht zulässig.

Aber nehmen die Gerichte dieses Gesetz ernst. Das war die Frage, die mit Spannung von Eigentümern erwartet wurde oder erhalten Verwalter im konkreten Einzelfall Nachsicht?

Nachdem in einem hier bekannten Falle das Amtsgericht Neustadt an der Weinstraße den Sachvortrag der Eigentümer praktisch ignorierte, dass die Beschlusssammlung nicht geführt wurde und statt dessen dem von den Eigentümern abberufenen Verwalter sogar eine Abfindung zuerkannte, sah das Amtsgericht München hier dagegen keinen Spielraum.

Das Landgericht München I bestätigte nun nach einer Berufung die Entscheidung des Vorgerichts, dass die Nichtführung der Beschluss-Sammlung einen wichtigen Grund zur Abberufung darstellt. Das Urteil kann gegen 4,- € in Briefmarken bei Bedarf angefordert werden bei

Hausgeld-Vergleich e.V. Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn
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