... lautete ein eher unauffälliger Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Die Miete einer Wohnanlage aus den 60er Jahren sollte von bisher netto 3,37 € pro qm auf 8,67 € wegen des von der Vermietungsgesellschaft ermittelten Modernisierungsaufschlags steigen. 7,5 Millionen € waren laut Mitteilung des Vermieters in die Modernisierung geflossen, die auch eine neue Heizung und ein Wärmedämmverbundsystem enthielt. Kulanterweise soll auf die gesetzlich mögliche Umlage solcher Kosten auf 9 Jahre verzichtet und die Miete wegen des Protests auf 7,- € begrenzt worden sein.

Ein bemerkenswerter erster aufrüttelnder und ehrlicher Artikel zum Thema energetischer Sanierung, für den der Redakteur aus Sicht von Hausgeld-Vergleich e.V. mit folgendem Wortlaut zu loben war:

„Sehr geehrter Herr L.,

es ist sehr begrüßenswert, dass Sie mit Ihrem Artikel erstmals in der SZ aufzeigen, dass energetische Sanierungen zum Kostendesaster für Mieter (auch für Wohnungseigentümer) werden können.
Wir bemühen uns auf diesem Gebiet seit geraumer Zeit um zutreffende Aufklärung in den Medien, die leider die geschönten Berichte der Dena oder anderer interessierter Kreise unrecherchiert wiedergeben, wozu auch die Redakteure des Immobilienteils Ihres Blattes zählen.

Lediglich die „WELT“ hat bisher den Mut gehabt, die nüchternen Fakten auf den Tisch zu legen. Insofern freut uns Ihre Berichterstattung, da sie doch den Kern der Wahrheit bringt, dass sich energetische Sanierungen für Mieter nicht rechnen, wenn die Kosten dafür auf die Miete mit den gesetzlich möglichen 11% umgelegt werden.
Zu Ihrer weiteren tieferen Information in der Sache dürfen wir Ihnen den Text unseres Referats zu diesem Thema übersenden.

Mit freundlichen Grüßen Norbert Deul“

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