Auch die Forderung des BSI (Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft), eine Verschiebung der EnEV 2009 vorzunehmen, nutzte nichts. Die Bundesregierung ließ sich durch die Bedenken der Immobilien- und Wohnungswirtschaft, sie müsse sich erst finanziell erholen und dass die derzeitigen Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durch die neue EnEV 2009 erschwert werden, nicht aufhalten.
Nach dem 2. Paket des Integrierten Energie– und Klimaprogramms (IEKP), der novellierten Heizkostenverordnung (HeizkVO) folgt nun zum 1.10.2009 die erneut verschärfte EnEV 2009.

Kaum inhaltlich verdaut waren die EnEV vom 1. Okt. 2007, die bereits die Regelungen vom 2. Dezember 2004 außer Kraft gesetzt hatte. Die Haltbarkeit der Verordnungen oder Gesetze werden damit immer kürzer und zu einer unzumutbaren Belastung der Wohnungseigentümer, ganz abgesehen davon, dass die Inhalte der Regelungen für Normalbürger nicht mehr verständlich abgefasst werden und nur noch von Ingenieuren und Gutachtern erläutert werden können.

Damit koppelt sich der Gesetzgeber und die Regierung immer mehr vom Bürgerwillen und -verständnis ab. Eine Entwicklung, die für jeden von uns bedrohlich ist und jeden Normalbürger zum Spielball einer sich immer mehr aufblasenden Bürokratie werden lässt.

Welcher vernünftig denkende Eigentümer würde 80% noch intakter Bauteile dem Müll zuführen, wenn nur 20% zu reparieren sind. So will es die EnEV! Und wer wird heute in energetische Maßnahmen investieren, wenn in 2 Jahren wieder neue Standards dafür gelten?

Ob hier hektisches Handeln die Devise sein sollte, sollte von jedem Eigentümer in Ruhe auch aus wirtschaftlicher Sicht geprüft werden.

Siehe dazu u.a. die Berichte ebenfalls unter News und Infos:
  • Energetische Sanierung kann für Mieter teuer werden ...
  • Auswirkungen von energetischen und lüftungstechnischen Verbesserungen bei Bestandimmobilien auf die Wohnnebenkosten.
  • Kritische Stimmen zur Wärmedämmung
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