“Die Thermografie bringt nur eingeschränkt brauchbare Erkenntnisse“,
so auch die Meinung des Architekten und Baubiologen Klaus Aggen.
Auf fast allen Eigentümerversammlungen ist zur Zeit das Thema Wärmedämmung angesagt. Die hohen Energiepreise und die “Behämmerung” in den Medien, Wärmedämmung sei die Lösung aller Probleme, verschieben immer mehr den Blickpunkt für eine wirtschaftlich zutreffende Realität.
Zu einem der Mittel, mit dem widerspenstige Eigentümer von der Wärmedämmung überzeugt werden sollen, gehören Thermogramme. Sie sollen zeigen, wo an einem Gebäude sog. Wärmeleckagen auftreten - also Wärme von innen nach außen entweicht. „Sie machen transparent, wo die Einsparpotentiale bei Gebäuden am höchsten sind“, so die Aussagen in vielen Presseartikeln.
Nirgends werden Sie darüber informiert, dass die Aufnahmetechnik nur die Oberflächentemperatur an der Außenwand aufzeigen kann, nicht jedoch Wärmeströmungen von innen nach außen. Warme Außenwandbereiche können auch durch Außenbestrahlung infolge absorbierter Globalbestrahlung erfolgen oder durch andere Wärmequellen. Also Vorsicht, was Ihnen hier verkauft wird, ist die Temperatur der Außenwand und muss nicht zwingend mit den Wärmeverlusten von innen nach außen zusammenhängen.
Vorsicht ist auch wegen der Preisangebote angebracht. Uns sind von Eigentümern Preise für Thermografieaufnahmen von 200 - 7.000 € genannt worden (letzterer wohl ein Extremfall eines in München bekannten Verwalters).
Lesen Sie auch die Berichte:
  • Umfrage: Was brachte die Wärmedämmung an wirklicher Einsparung und was kostete sie?
  • Kritische Stimmen zur Wärmedämmung
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