Hausgeld-Vergleich e.V. sucht Eigentümer mit Praxiserfahrung
über Wärmedämmmaßnahmen, deren Kosten und Erfolg
Es besteht Streit darüber, ob die Kosten, die Wohnungseigentümer für Wärmedämmmaßnahmen zu bezahlen haben, sich auch in einem überschaubaren und zumutbaren Zeitraum amortisieren. Auf eine Anfrage von Hausgeld-Vergleich e.V. beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erhielten wir dies bezüglich noch keine Antwort.
Unsere Fragen lauteten:
  • Gibt es eine Studie, die die reale Effizienz an Energieeinsparung durch Außendämmung (Wärmeverbundsystem bzw. vorgehängte hinterlüftete Dämmungen) aufzeigt?
  • Gibt es eine Studie von Baubiologen, die die Nebenwirkungen von Außenwand-Dämmmaßnahmen real untersucht haben?
  • Gibt es Erfahrungswerte, nach welcher Zeitdauer ein Wärmeverbundsystem ausgetauscht werden muss oder es sich durchnässt haben kann und keinen Dämmschutz mehr bietet?
Beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie wurde uns auf Anfrage mitgeteilt, dass es dahingehend leider noch keine wissenschaftlich fundierte Daten gibt.
Hausgeld-Vergleich e.V. stellt sich deshalb die Frage, auf welcher wirtschaftlichen Grundlage von der Bundesregierung Eigentümern Dämmmaßnahmen an Bestandswohnanlagen nahegelegt werden.
Experten wir z.B. Dipl.-Ing. Architekt Aggen, Dipl.-Ing. Architekt Konrad Fischer und Prof. Jens Fehrenberg warnen vor der Unwirtschaftlichkeit sowie den Nebenfolgen der “Plastik-Verpackung” und dem “luftdichten Abschluss” von Wohnhäusern. Eine Langzeitstudie über 10 Jahre von Herrn Prof. Dr. Fehrenberg hat ergeben, dass nach diesen Zeitraum ein gedämmtes Haus gegenüber den ungedämmten keinen Energievorteil haben soll. Verglichen wurden dabei ein gedämmtes Haus mit zwei ungedämmten der gleichen Wohnanlage.
Nach Meinung der Experten reicht es nicht, nur vom baustofflichen Wärmedämmwert am Anfang auszugehen, wenn die anderen Faktoren wie Wärmedämmspeicherung, Feuchteverhalten, Globalstrahlung, Farbaussehen, erhöhter Lüftungsbedarf, Heizsysteme sowie sich im Laufe der Jahre ändernde Stoffeigenschaften des Dämmstoffes nach dem Einbau und der Aufbau der Wände außer Acht gelassen werden.
Es stehen sich also die “offiziellen Darstellungen” der Regierung, der interessierten Dämmstoffindustrie sowie der mit den Ausführungsarbeiten beauftragten Firmen und Personen mit den Darstellungen der Dämmgegner konträr gegenüber. Wir Eigentümer sollten deshalb unsere Erfahrungswerte untereinander austauschen, um nicht unser Geld unter Umständen sinnlos in Maßnahmen zu stecken, die sich nicht amortisieren.
Sofern Ihre Wohnanlage gedämmt wurde, so geben Sie Ihre Erfahrungswerte weiter:
  • Wann wurde Ihre Anlage gedämmt?
  • Auf welche technische Weise wurde gedämmt (Dämmstärke, Fensteraustausch usw.)?
  • Wie hat sich die Dämmung auf den Energieverbrauch des Hauses ausgewirkt?
  • Gab es unangenehme Nebenwirkungen (Schimmelbildung in der Wohnung, Veralgungen an den Außenwänden, Verpickungen der Außenwand durch Vögel, Spannungsrisse und Feuchtigkeitsspeicherung im Dämmmaterial usw.)?
Siehe dazu auch Pressemitteilung vom 7.12.2007 (Menü für die Presse)
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und schildern Sie uns, was Sie erlebt haben:
Hausgeld-Vergleich e.V., Gehrestalstraße 9, 91224 Pommelsbrunn, Tel.: 09154/1602
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