Im November 2005 wurde Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check - Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter e.V. - kurz Hausgeld-Vergleich e.V. genannt - gegründet. Der Vereinsname beinhaltet die Schwerpunkte der Zielsetzung, nämlich den Vergleich der Kosten, die der Wohnungsinhaber zu bezahlen hat und die Kontrolle der Arbeitsweise von Hausverwaltern.
Seit dieser Zeit werden jedes Jahr bereits im Juli regionale Vergleichszahlen für das Hausgeld für Eigentümer bzw. die Betriebskosten für Mieter des jeweiligen Vorjahres ermittelt und zu eigenen Vergleichszwecken zur Verfügung gestellt. Kein anderer Verein in Deutschland hat bisher eine vergleichbare Grundlagenarbeit erbracht.
Seit Beginn der Vereinstätigkeit werden Auffälligkeiten bei der Arbeitsweise von Verwaltern registriert, um damit eine Basis für die richtige Auswahl von Verwaltern zur Verfügung stellen zu können. Als einziger Verein hatte man den Mut, herausragende Verwalter mit einem Award auszuzeichnen und unakzeptable Verwalter mit dem Negativ-Preis “Das schwarze Schaf” zu belegen. Allein die Ankündigung, in die Kandidatenliste der “schwarzen Schafe” aufgenommen zu werden, hat bereits jedes Jahr eine Reihe von Verwaltern dazu bewegt, sich wieder ordnungsgemäßer Verwaltung zum Nutzen unserer Vereinsmitglieder zu befleißigen. Alle Unterlassungsaufforderungen der Verwalter gegen uns, denen die Preisverleihung des “schwarzen Schafes” angekündigt oder später auch verliehen wurde, konnten abgewehrt werden.
Als einziger Verein für Wohnungsinhaber haben wir uns von Anfang an gegen die unwirtschaftliche Außenwanddämmung bei Bestandsimmobilien engagiert und mediale Aufklärung darüber unterstützt. Und als einziger Verein für Wohnungsinhaber haben wir den Mut gehabt, uns vehement gegen die unnötige Kostenbelastung des Bürgers für die Produktion unzuverlässigen Wackelstroms aus Sonne und Wind zu positionieren. Zum Schutz des Bürgers haben wir den “Bürgerschutz-Tag” ins Leben gerufen, der Schwachstellen heutiger Politik vor Augen führt. Die Ergebnisse der Bürgerschutz-Tage stehen dem interessierten Bürger in Form von Text- und Filmbeiträgen auf einer gesonderten Internetseite abrufbar zur Verfügung (www.buergerschutz-tag.de).
Und als Gegenpol zu Beirats-Einladungen der Verwalter haben wir die “BEIRATS-Akademie” gegründet, eine neutrale Schulungseinrichtung, die inzwischen 38 Fortbildungs-Manuskripte zu den verschiedensten Schwerpunkthemen im Archiv hat.
Als einziger Wohnungsinhaber-Verein haben wir öffentlich gegen fragwürdige Gerichtsurteile demonstriert und die Verlängerung des unsäglichen § 62 Abs. 2 WEG ebenfalls öffentlich und bei den dafür verantwortlichen Politikern angegriffen. In der Folge haben wir deswegen eine dritte Internetplattform (www.urteils-check.de) ins Leben gerufen, in der negative als auch positive Urteile diskutiert und praktische Hilfen angeboten werden.
Bei all diesen Schwerpunktaufgaben ist die Betreuungsarbeit des einzelnen Mitglieds nicht vergessen worden, sei es mit Erfahrungsaustausch, unterstützenden Anträgen, Schriftstücken, Abrechnungsprüfungen oder Zuarbeitungen bei nicht zu vermeidende Gerichtsverfahren. So begleiten wir u.a. derzeit drei Verfassungsbeschwerden und eine Eingabe beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strasbourg (Frankreich). Es wurden 7 gedruckte Ratgeber herausgegeben, mit u.a. so wichtigen Themen wie “Richtiger Umgang mit der Hausverwaltung”, “Erfolgreich vor Gericht bestehen“ und “Eigentümer-Versammlung - Ort der Willensbildung“. Dazu hat jedes Vereinsmitglied jederzeit Zugriff im Internet auf “Immobilien-Fachwissen von A-Z” mit rund 4.800 Stickwörtern.
Ich meine wir können ein bisschen stolz sein, aus dem Nichts dies geschaffen zu haben - allein auf uns gestellt, ohne Anbiederung an die Politik und das Buhlen um Fördergelder oder sonstige Gaben. Nur so konnten wir vollkommen unabhängig bleiben.
Nein, wir machen keine Feier deswegen, sondern verwenden das dadurch eingesparte Geld zur Unterstützung wichtiger Klagen, die unseren Mitgliedern allgemein und unserem Vereins-Image nützlich sein werden. So wird aktuell eine Modell-Klage gegen einen vereidigten Sachverständigen der IHK unterstützt, um zu klären, wie unsere Gerichte den § 319 BGB (Unwirksamkeit der Bestimmung, wenn sie offenbar unbillig ist) gegenüber einem Sachverständigen auslegen, der zu unrecht ein Mitglied von uns beschuldigt hat.
Über Vorschläge wie der weitere Weg aussehen soll,
freut sich wie immer Ihr Norbert Deul
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