Es kann nur nochmals wiederholt werden, dass großzügige Regelungen im Verwaltervertrag, der Verwalter könne seine Sonderleistungen zu einem bestimmten Stundensatz abrechnen, sehr häufig mit überraschend hohen Kosten enden können.

Dies bemerkte auch eine ansonsten vorsichtige Wohngemeinschaft, die eine Verwalterfirma aus einem Vorort im Münchner Osten ohnehin nur für zwei Jahre bestellt hatte.
Als der Verwaltervertrag nach den Probejahren nicht verlängert wurde, präsentierte dieser Verwalter noch eine saftige Abschlussrechnung über „Sonderhonorar“, die er auch gleich vom Gemeinschaftskonto abbuchte. Diese Eigentümer hatten bisher Glück, da das Amtsgericht der Klage der Eigentümer auf Rückzahlung statt gab. Der Verwalter hat Beschwerde eingelegt. Ein Ergebnis des Landgerichts liegt derzeit noch nicht vor.

Auch aus anderen Wohngenmeinschaften ist bekannt, dass sich eine Vereinbarung im Verwaltervertrag, der Verwalter könne seine „Sonderleistungen“ nach einem bestimmten Stundesatz gegenüber der Gemeinschaft oder auch einzelnen Eigentümern abrechnen, immer wieder zu unliebsamen Überraschungen führen kann.
Schnell kann es da Rechungen von einigen Tausend Euro geben, über deren Höhe und Erforderlichkeit es dann zum Streit kommt. Die Beweisführung für Eigentümer, dass hier eine überzogene Rechnungstellung vorliegt, ist in den seltensten Fällen möglich.
Dann muss bezahlt werden.

Was kann man tun?
Ein etwas höheres Grundhonorar zugestehen und dafür vereinbaren, dass damit alle Leistungen abgegolten sind. Für spezielle Sonderleistungen z.B. Kopien, weitere Versammlungen usw. werden Festpreise vereinbart. Für besonders große und nicht voraussehbare Sonderaufgaben des Verwalters gibt es eine Beschlussfassung über eine angemessene Prämie.
Ungeschickt sind auch Regelungen, die dem Verwalter einen bestimmten Prozentsatz an den Kosten einer Instandhaltung oder an der Höhe der Sonderumlage als Zusatzhonorar zugestehen.
Frage an Sie: Wird ein Verwalter dann ein großes Interesse haben, die Kosten der Instandhaltung oder der Sonderumlage besonders klein zu halten?
Solche Regelungen enthalten immer noch viele Verträge, die Hausverwalter den Beiräten zur Unterschrift vorlegen. Hausgeld-Vergleich e.V. warnt ausdrücklich davor, derartiges in einem Vertrag zu unterschreiben und empfiehlt deshalb seinen eigenen Mustervertrag, der auf Verbraucherbelange ausgerichtet ist.
Wenn auch Sie Tipps an andere weitergeben wollen, dann schreiben Sie
Hausgeld-Vergleich e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn
Tel.: 09154/1602
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