• Zu hohe Heizkosten?
    Austausch überalterter Heizungen lohnt sich.
Die Ölpreise steigen unaufhaltsam, das ist sicher. Weltweit steigt der Ölverbrauch unablässig, so dass eine Wende derzeit kaum eintreten wird. Die frühere Möglichkeit, sich preiswert in den Sommermonaten zu bevorraten, wird immer schwieriger.
Die anderen Energielieferanten passen sich der Preisentwicklung nach oben an.
Wohngemeinschaften, die ihre Anlage mit Öl oder Gas heizen, sollten prüfen, ob ihre Heizungsanlagen unnötig viel Energie verbrauchen.
So sollte z.B. bei einem durchschnittlichen Heizölverbrauch von über 20-22 Litern Heizöl für Heizung und Warmwasser pro qm Wohnfläche etwas getan werden.
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung über den Austausch der alten Anlage mit einem Nutzungsgrad von um die 65% ergibt einen Einspareffekt von ca. 35 % Energieeinsparung. Auch moderne Gas-Brennwertanlagen nutzen die Energie in ähnlich effektiver Weise.
Wenn ein Spezialist ein Gutachten für die Einsparmöglichkeiten für die WEG erstellt, so ist darauf zu achten, dass diesem Gutachter nicht der Auftrag zur Neuinstallation erteilt wird.
Es besteht dann die Gefahr einer Interessengleichheit zwischen Gutachter und Auftragnehmer.
Tipps zur Fördermöglichkeit bei Energiesparung erhalten Sie beim Bundesumweltamt, Postfach 330022, 14191 Berlin. Fax: 030/89032219.
  • Wie man persönlich Heizkosten sparen kann.
Temperaturabsenkung
Wer sich mit einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius zufrieden gibt und in der Nacht oder bei längerer Abwesenheit die Temperatur auf ca. 15 Grad absenkt, wird günstige Verbrauchwerte erhalten. Jedes Grad weniger bringt zusätzlich eine Ersparnis von ca. 5% der Heizkosten. Thermostatventile helfen, die Temperatur auch in einzelnen Räumen konstant zu halten.
Voraussetzung dafür ist aber, dass sie nicht durch zu nahe Möbel verdeckt werden.
Dichte Fenster und Türen
Fast 20% der Heizenergie kann bei undichten Fenstern und Türen verschwinden. Mit einer brennenden Kerze, die an Fenstern und Türen entlang geführt wird, ist zu entdecken, wo es zieht. Dort wo die Kerze flackert, bringen neue Dichtungen bei Fenstern und Zugluftstopper bei Türen geringere Heizkosten. Offen stehende Kippfenster sind zu vermeiden.
Zugluft bei Steckdosen
Wer denkt schon daran, dass bei Steckdosen Wärmeverlust entsteht. Abdichten mit Kindersicherungen z.B. verhindert ebenfalls Wärmeverlust.
Jalousien und Gardinen
Selbst ein Isolierfenster lässt Wärme nach draußen. Zugezogene Rollos oder Jalousien sowie Vorhänge mindern den Verlust um etwa 50%.
Luft in den Heizkörpern
Regelmäßiges Entlüften der Heizkörper verhindert lästiges Gluckern und unzureichendes Heizen.
Allein bei einem Raum kann die regelmäßige Entlüftung Einsparungen von bis zu 100 Euro im Jahr bringen.
Richtiges Lüften
Das Lüften soll stoßweise und nicht durch gekippte Fenster erfolgen. Ein 3-4 maliges Lüften von ca. max. 5 Minuten ist energiesparender. Während dieser Zeit sollte die Heizung im gelüfteten Raum ausgestellt werden. Dadurch wird verhindert, dass das Thermostatventil entsprechend der eindringenden Kälte sofort auf volle Leistung umschaltet.
Achtung: Übertriebenes Sparen beim Heizen in Verbindung mit unzureichender Lüftung kann zu Schimmelbildung führen!
  • 130 Liter Wasser pro Tag ...
... das wurde als durchschnittlicher Verbrauch je Bundesbürger errechnet. Davon werden nur wenige Prozent getrunken. Ungefähr 70% werden für Baden, Duschen und die Toilette verwendet. Der Rest wird im Garten, beim Waschen und beim Geschirrspülen verbraucht.
Weniger Wassertrinken hilft deshalb beim Sparen kaum - Duschen statt einem Vollbad dagegen erheblich. Noch weniger Wasser wird beim Duschen mit einem sog. Spar-Duschkopf benötigt, der bis zu 40% Ersparnis bringen kann. Spülmaschinen erst dann einschalten, wenn sie wirklich voll sind. Wenig und schnell benötigtes Geschirr ist kostengünstiger in der Spüle abzuwaschen. Beim Waschmaschinenkauf sollte auf die benötigte Wassermenge geachtet werden. Und Regenwasser-Speicheranlagen vermindern den Bedarf an Gießwasser für die Gartenanlage im Sommer erheblich.
  • Strom ist teuer
Kühlschrank
Deshalb sollte mit Überlegung dort gespart werden, wo es problemlos geht. Kühlschränke mit dicken Eisschichten brauchen über 20% mehr Strom zur Kühlung. Kühlschränke sollten nicht neben Wärmequellen stehen (Herd, Waschmaschine, Geschirrspüler, Heizkörpern). Das Herunterkühlen von warmen Speisen im Kühlschrank ist nicht zu empfehlen.
Herde
Die Herdplatte rechtzeitig abschalten, da sie noch lange Zeit nachwärmt. Speisen in der Mikrowelle erhitzen ist sparsamer als auf dem Herd.
Waschmaschinen
Mit modernen Waschmitteln und Fleckenlösern muss selbst die Berufwäsche nicht mit hohen Temperaturen gewaschen werden. Das Aufheizen des Wassers in der Waschmaschine benötig den meisten Strom. Der Zulauf von bereits warmen Wasser aus einer Mischbatterie (im Fachnadel fragen) spart Aufheizstrom.
Energiesparlampen
Bis zu 75% Ersparnis bringen derartige Lampen, die inzwischen für wenige Euro anlässlich von Aktionen in Fach- und Baumärkten zu erhalten sind.
Standby-Geräte
Fernseher, Computer, Drucker, Videorecorder, Lampen mit Steckernetzteil, HiFi-Anlagen und elektrische Wecker ergeben aufs Jahr gerechnet bis zu 500 Kilowattstunden Mehrverbrauch.
  • Kehrwoche und kleine einfache Reparaturen
Komfortabel sind Hausmeister- und Reinigungsdienste. In großen Wohnanlagen sind sie sicher nicht wegzudenken. In kleinen Wohnanlagen sind sie jedoch oft unverhältnismäßig teuer - Grund genug, um über die Wiedereinführung der in früheren Zeiten üblichen Kehrwoche nachzudenken incl. Schneebeseitigung im Winter und Grünanlagenpflege.
Die Anfahrt von Handwerkern und deren Stundensätze für kleine und einfache Reparaturen sind erheblich. Sind geeignete Fachleute unter den Eigentümern in der Wohnanlage oder unmittelbar in der Nähe, bietet sich die Erledigung durch ihn an. Ein Ausgleich durch die nicht “Hand anlegenden Eigentümer” für den Einsatz dieser kostensparenden fleißigen “Haus-Intiative” ist steuerlich und versicherungstechnisch über die sog. Nebenverdienstregelung bis 400 EUR problemlos möglich.
Die Wiedereinführung einer “Kehrwoche” bremst weiteren Anstieg beim Hausgeld.
  • Reparaturen und Instandhaltung:
    Große Ausgaben - hohes Einsparpotential
In diesem Bereich werden große Geldsummen ausgegeben. Es handelt sich deshalb um einen sog. besonderen Kontrollbereich. Bei größeren Handwerkerarbeiten gehört die Einholung mehrerer Angebote zur ordnungsgemäßen Verwaltung. Die in vielen Eigentümerversammlungen üblichen Verfahrensweisen der erstmaligen Vorlagen oder Bekanntgabe der Angebote und der sofortigen Abstimmung darüber, sind abzulehnen. Es empfiehlt sich demgegenüber, die Angebote bereits vor der Versammlung fachlich ausreichend zu prüfen. Dazu gehört eine preisliche Angemessenheits-Prüfung, wozu unter Umständen auch die Einholung eines oder mehrerer Angebote aus einem anderen Ort oder einer anderen Region gehören können - unter Umständen ohne Kenntnis der Verwaltung. Sinnvoll ist auch eine Überprüfung, ob auch andere Ausführungsvarianten zur Lösung des Problems ausreichend wären. Und es muss geprüft werden, ob die gewählte Ausführung der Finanzierungsbereitschaft und der -möglichkeit der Eigentümer angepasst ist.
Um später keine Überraschungen zu erleben, sollte die Beschlussfassung über die Arbeiten eine Preisobergrenze für die Verwaltung beinhalten. Dort wo es möglich ist, ist eine Vergabe zum Festpreis anzustreben.
  • Kabel-Gebühren sind unterschiedlich
Eine Kontrolle der Kosten für den Kabel-Anschluss lohnt sich. Kabel Deutschland berechnet die Gebühren je Wohnung nach der Anlagengröße gestaffelt. Bei anderen Anbietern (z.B. Tele Columbus, www.telecolumbus.de) sind Kombi-Angebote (Kabel/Radio/Internetzugang/ Sicherheitsdienst) vorteilhaft.
  • Kostengünstige und maßgeschneiderte Versicherungen
Unabhängige Beratung - losgelöst von bestimmten Versicherungsunternehmen - kann Einsparungen, aber auch die Aufdeckung von gefährlicher Unterversicherung bringen.
Die Prüfung der Angebote verschiedener Versicherungen für die Wohngebäude-, Sach- und Haftpflichtversicherung auf den speziellen Fall bringt vielfach neue Einsparmöglichkeiten.
Weiteres Info-Material ist für Mitglieder verfügbar!
z.B.: Wie man gemeinsam mit dem Hausverwalter zu günstigeren Kosten kommt.
Wie man Einsparmöglichkeiten erkennt und Einsparungen erfolgreich durchsetzt.
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