Immer wieder einmal liest man in den Medien von einzelnen Verwaltern, die unberechtigt Geld von den Konten der Gemeinschaft entnehmen, also Veruntreuungen begehen. Der Schaden kann dabei in die Millionen gehen wie z.B. vor einiger Zeit im Bonner Raum. Der Grund für solchen Gelddiebstahl ist auf die Gutgläubigkeit der Eigentümer, eine überwiegend zu lasche oder fachlich unkundige Prüfung der Verwaltungsbeiräte und auf die Missachtung der jahrelangen Empfehlungen von Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V. zurückzuführen.
Deshalb werden die Empfehlungen erneut wiederholt:
  1. Verfügungen über größere Geldsummen können durch eine zweite erforderliche Unterschrift begrenzt werden, z.B. durch die des Verwaltungsbeirats oder sonstiger sachkundiger und gewissenhafter Eigentümer. § 27 Abs. 5 WEG ermöglicht bekanntlich solche Geldverfügungs-Beschränkungen für den Verwalters.
  2. Es kann im Verwaltervertrag eine Regelung vereinbart werden, dass dem Verwaltungsbeirat oder einem in Buchhaltungsangelegenheiten sachkundigen Eigentümer direkt bei der Bank Einsicht in die Originalkontoauszüge zu gewähren ist, sofern das Konto in konventioneller Art geführt wird.
  3. Bei Online-Banking ist problemlos eine Einsichtsmöglichkeit für den Beirat bzw. Eigentümer in die Kontobewegungen organisierbar. Aber auch das sollte im Verwaltervertrag vereinbart werden.
  4. Eigentümer sollten von Beiräten grundsätzlich schriftliche Prüfberichte der Abrechnungsprüfung fordern, die auch den Umfang der Kontoprüfung enthalten. Wer dazu als Beirat nicht bereit ist, sollte nicht bestellt bzw. abgewählt werden, weil der § 29 Abs. 3 WEG nicht gerecht wird.
  5. Abrechnungsprüfer sollten regelmäßig nach einigen Jahren durch Beschluss ausgewechselt werden, denn nach einigen Jahren lässt erfahrungsgemäß häufig die Sorgfalt nach.
  6. Vom Verwalter sollte der Nachweis einer Vertrauensschadens-Haftpflichtversicherung gefordert werden und deren Aufrechterhaltung in gewissen Abständen kontrollieren.
Nur der Vollständigkeit wird noch erwähnt, dass die Eigentümer-Konten natürlich auf den Namen der Gemeinschaft lauten müssen und nicht mehr als Treuhandkonten zu führen sind.
Auch dazu sollte grundsätzlich eine Klarstellung im Verwaltervertrag enthalten sein.
Der Muster-Verwaltervertrag von Hausgeld-Vergleich e.V. enthält deshalb seit Jahren die erforderlichen Sicherheitsregelungen für den Eigentümer. Dieser ist für Mitglieder des Vereins kostenfrei und für Nichtmitglieder für 10,- € Kostenerstattung erhältlich.
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