Die von Gesetzgeber geforderten Legionellen-Untersuchungen führen teilweise zu erheblichen Kostenbelastungen, aber auch zu zeitlichen Belastungen für die Wohnungsinhaber in den oberen Stockwerken, wenn man einen Dienstleister gerät, der in der Verordnung eine “Gelddruckmaschine” entdeckt hat. Dann sind angebliche Maßnahmen erforderlich, die so richtig ins Geld gehen und mit Sicherheit auch eine Reihe von kostenträchtigen Nachuntersuchungen, weil die Erstbefunde negativ verlaufen sind. Unserem Vereins-Beirat Josef Pest aus Augsburg hat das alles missfallen und er hat in Zusammenarbeit mit einer seriösen Firma eine kostenakzeptable Lösung des Problems gefunden, die als Vorbild auch für andere dienen sollte, damit nicht wieder einmal die Wohnungseigentümer als Melkkühe dienen müssen.
Bei der Suche einer geeigneten Firma ist Pest auf die Firma Neudert und Vogg GmbH aus Neusäß bei Augsburg (www.neudert-vogg.de) gestoßen.
Sicher gibt es vergleichbare Firmen in Augsburg und auch anderen Regionen.
Vereinsbeirat Pest hatte mit anderen Firmen negative Erfahrungen. Bei denen waren laufende Wiederholungstermine erforderlich, die natürlich alle neues Geld kosteten.
Pest beschreibt das Vorgehen der Firma Neudert und Vogg GmbH wie folgt:
  • Zunächst erfolgt eine Begutachtung der Heizungsanlage und der Steigstränge sowie eine Terminfestlegung mit dem Labor.
  • Ca. 3 Tage vor dem Verprobungstermin wird die Warmwassertemperatur auf ca. 65 Grad erhöht.
  • Am technisch infragekommenden Steigstrang wird am Beprobungstag ein Adapter installiert. Das vermeidet eine Festinstallation einer Abnahmestelle.
  • Die Lösung mit dem Adapter wurde bei der Firma Neudert und Vogg GmbH entwickelt.
  • Vor der Entnahme wird mit einem Spezialfühler die Temperatur an der Entnahmestelle gemessen.
  • In der Wohnanlage von Herrn Pest waren die Proben nicht belastet.
  • (
  • Die Kosten waren gering und das Thema für 3 Jahre erledigt.
Was sind die Vorteile laut Pest:
  • Die Installation von Entnahmestellen ist nicht erforderlich.
  • Die Adapter reichen aus, was die Kosten für den Eigentümergemeinschaft erheblich reduziert.
  • Die Bewohner müssen bei den Beprobungen nicht in ihren Wohnungen sein.
  • Unnötige Kosten werden vermieden. Eine Lösung, wie sie bei Schwaben üblich ist.
Dem ist nichts hinzuzufügen -
außer die Abzocke und zeitliche Belästigung der Bewohner kann so vermieden werden.
Danke Josef Pest im Namen aller Vereinsmitglieder.
Hier spricht ein guter Verwalter Klartext – auch in diesem Sinne:
Das Thema Legionellen hängt einem zum Hals heraus. In meinen 45 Jahren Verwaltertätigkeit hat es nie einen Befall der Wasserboiler oder Zirkulationsleitungen gegeben. Es waren immer nur einzelne Wohnungen betroffen und zwar: Wo nur gelegentlich geduscht wird. Es Armaturen "älteren" Baujahrs gibt. Der Härtegrad des angelieferten Wassers zu hoch war. Die Warmwassertemperatur am Boiler bei der Beprobung zu niedrig eingestellt war und es somit zur geringen Warmwassertemperatur an den Armaturen kam, was zu Legionellen führen kann.
Abhilfe: Hausmeister stellt die Warmwassertemperatur am Tag vor der Beprobung auf 65 Grad ein. Hausmeister geht 20 Minuten vor der Probeentnahme in die betroffenen Wohnungen, öffnet alle Hähne. Sollte er sehen, dass die Armaturen uralt sind, auswechseln und zu Lasten der WEG-Instandhaltung buchen. Dies ist billiger, als eine zweite Beprobung.
Warum lassen sich unsere Immobilienverbände denn alles vom Gesetzgeber und den Gerichten gefallen? Schon bei den Anhörungen sollten Fachleute gefragt werden. Wer nichts davon versteht, sollte sich nicht einmischen. Von den Kosten, zu Lasten der Mieter/Eigentümer, will ich noch gar nicht einmal reden.
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