1. Anlässlich eines aktuellen Interviews, in dem unsere Frau Bundesministerien Dr. Hendricks zugesichert hatte, dass sich die energetischen Sanierungen für die Wohnungsinhaber (Mieter und Eigentümer) „wirtschaftlich“ gestalten sollen, haben wir die Ministerin an die Realität erinnert. Denn diese kann lauten:
„Die Mieterhöhung ist 10 x höher als die erzielte Energieeinsparung“.
  1. Das Bundesministerium für Wirtschaft hat eine neue Broschüre zum Sanierungsbedarf im Gebäudebestand herausgeben. Auch damit dürften sich unsere Politiker von der Brieftasche der Betroffenen abgekoppelt haben. Das Ministerium erwartet von Mietern und Wohnungsiegentümer, dass sie 350 - 600 € je qm Wohnfläche für den politisch angestrebten „klimaneutralen“ Gebäudebestand zu investieren bereit sind.
Das sind für eine 80 qm große Wohnung zwischen 28.000 bis 48.000 €!
Mutmaßlich gehen unsere Politiker dabei von ihren eigenen Einkommensverhältnissen aus, nicht aber von denen des normalen Bürgers. Wir haben deshalb bei den verantwortlichen Ministerien wie folgt nachgefragt:
An die Bundesministerin für
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherung
Frau Dr. Barbara Hendricks
Stresemannstraße 128 - 130
10117 Berlin
23.1.2015
Anfrage wg. “klimaneutralem” Gebäudebestand
Sehr verehrte Frau Bundesministerin, sehr verehrte Frau Dr. Hendricks,

zunächst dürfen wir uns kurz vorstellen. Wir sind eine Schutzgemeinschaft, die Wohnungseigentümer als auch Mieter u.a. vor überhöhten und unnötigen Kostenbelastungen bewahren wollen.

Aus diesem Grunde begrüßen wir viele Ihrer Aussagen anlässlich Ihres Interviews mit dem Redakteur Ingo Kahle vom Inforadio am 17.1.2015 und insbesondere Ihr Kernanliegen, dass bei energetischen Maßnahmen an Bestandsimmobilien Wirtschaftlichkeit und Vernunft ein wesentlicher Bestandteil bleiben muss.
Aus unserer Beobachtung sieht die Praxis leider anders aus.

Voraussehbar unwirtschaftliche Maßnahmen werden zu Lasten von Mietern von den Großvermietern auf Basis der derzeitigen Gesetzeslage durchgedrückt. Sie führen zu unerträglichen Erhöhungen der Mieten - teilweise 10-fach höher als die zu erwartenden Energieeinsparungen. Auch Wohnungseigentümer und Hausbesitzer werden immer noch mit unhaltbaren Energieeinspar- und Klimaschutzversprechungen geschädigt.

Unsere konkrete Frage an Sie uns Ihr Ministerium lautet deshalb:

Auf welche wissenschaftlich belegbare Beweise stützt sich Aussage der Politiker,
dass unsere jetzigen ungedämmten Bestandsimmobilien das Klima negativ und nach einer Dämmung positiv beeinflussen und deshalb “klimaneutrale” Gebäude zu schaffen sind?

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Deul - Vorstand

Hausgeld-Vergleich e.V., Gehrestalstr.8, 91224 Pommelsbrunn
An das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie
Scharnhorststr. 34 -37
10115 Berlin
23.1.2015
Anfrage wg. “klimaneutralem” Gebäudebestand
- Ihre Broschüre zum Sanierungsbedarf -
Sehr verehrte Damen und sehr geehrter Herren,

zunächst dürfen wir uns kurz vorstellen. Wir sind eine Schutzgemeinschaft, die Wohnungseigentümer und Mieter u.a. vor überhöhten und unnötigen Kostenbelastungen bewahren will.

Zielsetzung Ihrer neuen veröffentlichten Broschüre ist die Erreichung eines “klimaneutralen” Gebäudebestandes bis 2050.
Um dies erreichen zu können, erwarten Sie, dass ab 2020 jährlich rund 12 bis 20 Mrd. Euro in energetisch relevante Bauinvestionen fließen. Das heißt, rund 350,- € bis 600,- € sollen pro Quadratmeter Wohnfläche von den Wohnungsnutzern zum Zwecke von Energieeinsparung und Klimaschutz aufgebracht werden.

Schon heute werden solche unwirtschaftlichen Maßnahmen zu Lasten der Mieter von den Großvermietern auf Basis der derzeitigen Gesetzeslage durchgedrückt. Sie führen zu unerträglichen Erhöhungen der Mieten - teilweise 10-fach höher als die zu erwartenden Energieeinsparungen. Auch Wohnungseigentümer und Hausbesitzer werden immer noch mit unhaltbaren Energieeinspar- und Klimaschutzversprechungen geschädigt. Trotzdem erwarten Sie weiterhin aus unserer Sicht voraussehbar unwirtschaftliche Geldausgaben vom Bürger.

Unsere konkrete Frage an Ihr Ministerium lautet deshalb:

Auf welche wissenschaftlich belegbare Beweise stützt sich Aussage der Politiker,
dass unsere jetzigen ungedämmten Bestandsimmobilien das Klima negativ und nach einer Dämmung positiv beeinflussen und deshalb “klimaneutrale” Gebäude zu schaffen sind?
Sofern Ihrem Ministerium solche Beweise inzwischen vorliegen, wären wir für eine Übersendung oder Bekanntmachung in der Öffentlichkeit dankbar. Dies wäre der Vertrauensbildung dienlich.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Deul - Vorstand

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