Die Proteste gegen die Vorschriften der Trinkwasserverordnung führten zu ersten Änderungen des Gesetzgebers. Bei der seit November 2011 geltenden Trinkwasserverordnung wurden die strengen Vorgaben reduziert. So wurde die Frist für die erste Probe bis 31.12.2013 und der bisherige jährliche Prüfintervall auf drei Jahre verlängert. Ferner ist die Vorlagepflicht beim Gesundheitsamt entfallen, wenn bei der Legionellen-Prüfung im Labor die Grenzwerte nicht überschritten wurden. Die laufenden Aufwandskosten werden damit auf 1/3 verringert. Dabei ist weiter das Bedürfnis gewahrt, den Wohnungsinhaber zu schützen, aber zugleich auch der übertriebene Vorsorgeaufwand reduziert worden.

Hausgeld-Vergleich e.V. empfiehlt deshalb allen Eigentümern bei der derzeitigen gesetzlichen Verordnungsflut, grundsätzlich bis zum letzten Termin zu warten und nicht übereifrig den Verordnungen im voraus Folge zu leisten. Korrekturbedarf des Gesetzgebers ergibt sich bei seinen neuen Verordnungen und Gesetzen in der Regel häufig schon aus ungenügender Prüfung der Praxistauglichkeit und -erforderlich sowie dem Fehlen wirtschaftlicher Vernunft, was Widerspruch der Bürger rechtfertigt.

Deshalb sollten auch die Proteste gegen die teilweise noch angeordneten generellen Dichtigkeitsprüfungen der Abwasserrohre weitergehen. Nach verschiedenen Bundesländern (siehe letztes Info) hat auch Berlin die Prüfung ausgesetzt, soweit es sich nicht um Trinkwasserschutzgebiete handelt.

Es macht also Sinn, den Vorschlägen vieler Verwalter zur sofortigen Prüfung nicht zu folgen und erst die weitere Entwicklung bzw. die letzte Frist abzuwarten. Diese ist dort, wo es die Prüfvorschriften noch gibt, erst der 31.12.2015 - also bekanntlich erst in 3 Jahren!

Details für Proteste entnehmen Sie unserem weiteren Bericht in der gleichen Rubrik:
“Protest gegen Dichtigkeitsprüfung der privaten Abwasserrohre kann erfolgreich sein!”
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