Vor den Beschlussfassungen über Wärmedämmmaßnahmen werden häufig
  • die tatsächlichen Kosten und Einsparergebnisse geschönt,
  • die damit verbundenen Zusatzkosten übersehen und
  • selten auf die erhöhten Pflegekosten eines Wärmedämm-Verbundsystems hingewiesen, die höher sind als bei einem üblichen Mauerwerk.
Hausgeld-Vergleich e.V. hat deshalb die Architektin Dipl.-Ing. Gesa Lenhardt gebeten, die gesamten voraussichtlichen Kosten an Beispielen und Daumenwerte für die Amortisationszeiten solcher Geldausgabe aufzuzeigen.
Diese Aufgabe hat Frau Lenhardt in einem überzeugenden und für jedermann verständlichen Weise auf dem 16. Münchner Wohnungsinhaber-Stammtisch im Bauzentrum in München mittels ihres Lichtbild-Vortrags gelöst und im Anschluss Fragen der Besucher beantwortet.
Die Berechnungen erfolgten dabei auf der Basis von 2 Praxisfällen, nämlich
  • einer Dämmung der Vorderfassade eines Reihenmittelhauses mit 62 qm Fläche und
  • einer Komplett-Fassade eines Mehrfamilienhauses mit 520 qm Fläche.

Die Ausgangsbasis für das Reihenhaus war ein hoher Energieverbrauch von bisher 270 kWh/qm im Jahr und für das Mehrfamilienhaus von nur 107 kWh/qm. Es wurden die einzelnen Kostenposition der Materialen für die Dämmung aufgezeigt sowie die Kosten für die mit der Dämmung erforderlichen Zusatzarbeiten.

Sodann wurden die Gründe für die höheren Pflegekosten für ein Wärmedämm-Verbundsystem wegen möglicher optischer Mängel, Abplatzungen, mechanische Beschädigungen, Verarbeitungsfehler, Spechtschäden, Anschlusserneuerungen erläutert und Richtwerte für die Folgekosten daraus einem üblichen konventionellen Mauerwerk gegenüber gestellt.

Die Gesamtkosten wurden den aus der Dämmmaßnahme errechneten vermuteten Energie-Einsparungen gegenübergestellt und nach verschiedenen Prognosen für Energiepreissteigerungen gegenübergestellt, wodurch sich die Amortisationszeiten ergaben.

Frau Lenhardt wies ferner auf die §§ 9 (Anforderung bei Änderungen an mehr als 10% der Baufläche) und 25 (Befreiung von der EnEV-Anforderung wegen unzumutbaren wirtschaftlichen Gründen) als auch auf die bisherige Rechtssprechung hin.

Wer Interesse am gesamten Vortrag und den vorlegten Detail-Berechnungen hat, kann Kopien des gesamten Lichtbildervortrags (48 Kopien) gegen eine Kostenerstattung von 20,- € für Kopien und Versand anfordern.
Bestelladresse:
Hausgeld-Vergleich e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn
Tel.: 09154/1602, Email: hausgeld-vergleich@t-online.de
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