Gerichte und die neue Heizkosten-Verordnung sorgen für Klarheit.
So auch über die Zeitdauer, in der sich eine Maßnahme amortisieren soll und was unnötige und unzweckmäßig überhöhte Modernisierungen sind.
Aus der Rechtssprechung der Oberlandesgerichte erkennen wir, dass von einer wirtschaftlich sinnvollen Amortisationszeit dann gesprochen wird, wenn die Einsparung max. in 10 Jahren die aufgewendeten Kosten ersparen kann.

In die neue Heizkosten-Verordnung, die am 1.1.2009 in Kraft trat, ist die bisherige gefestigte Rechtsmeinung „10 Jahre“ in den § 11 erstmals eingeflossen.

Dort heiß es:

„... unverhältnismäßig hohe Kosten liegen dann vor, wenn diese nicht durch Einsparungen, die in der Regel innerhalb von zehn Jahren erzielt werden können, erwirtschaftet werden können ...“

Damit dürfte die bisherige Rechtsmeinung weiter gefestigt sein, an der sich auch die Investitionen in energetische Verbesserungen zu orientieren haben.

Damit ist endlich der Standpunkt von Hausgeld-Vergleich e.V. bestätigt worden, dass sich die schönste Maßnahme an zwei Kriterien zu orientieren hat:

1. Die Maßnahme muss sich in 10 Jahren amortisieren.
2. Unnötige, unzweckmäßige und überhöhte Kosten sind unzumutbar.
Das bedeutet ein „Basta“ für Hausverwalter und Eigentümergruppen, die die Kosten/Nutzen-Relation immer häufiger wegen der Begeisterung für die Maßnahme aus dem Auge verlieren.
Zugleich wird damit dem sachlich und betriebswirtschaftlich denkenden Eigentümer und Mieter eine rechtliche Basis geboten, sich solchen Maßnahmen erfolgreich widersetzen zu können.
Wenn also, wie in einem aktuellen Falle, wieder die Mehrheit der Eigentümer eine Wärmedämmung durchzieht „koste es was es wolle“, so sollten die bei der Abstimmung Unterlegenen innerhalb der Klagefrist 09154/1602 anrufen, wenn Sie Geld sparen wollen.
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