Fast 30 Versorgungsunternehmen für Gas müssen ihren Kunden Geld zurückzahlen. Insgesamt sollen fast 300 Millionen an ca. 3,5 Millionen Kunden zurückerstattet werden.
Dazu wurden die Gasversorger durch das Kartellamt gezwungen, da marktbeherrschende Stellungen zum Nachteil der Verbraucher ausgenutzt worden sein sollen. Im Gegenzuge für diese Zahlung hat das Bundeskartellamt die Verfahren wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung eingestellt.

Leider sind vorerst nicht alle Gasversorger zur Rückzahlung verpflichtet worden. So gab es z.B. bei den Nürnberger und Fürther Versorgern keine Beanstandungen für das Jahr 2007.
Die Prüfungen für 2008 sind von der Kartellbehörde noch nicht abgeschlossen.

Hausgeld-Vergleich e.V. hält es jedoch für erforderlich, dass die Namen der Versorger bekannt gemacht werden, die sich zur Rückzahlung zu viel verlangten Geldes verpflichtet haben. Dies ist deshalb erforderlich, damit die Verbraucher erkennen können, wer hier zu viel kassiert hat.
Wo Rückerstattungen an Wohngemeinschaften erfolgen, sind die Gutschriften auch an Mieter weiterzureichen, dies sollte selbstverständlich sein.

Nachdem die Ölpreise drastisch gesunken sind, ist zu erwarten, dass jetzt auch die Gaspreise nach unten gehen müssen. Teilweise erfolgt das zum 1.1.2009, bei anderen Anbietern aber erst später und noch in unbekannter Höhe.

Sofern hier der Ölpreisentwicklung keine Folge geleistet wird, sollte das Kartellamt wiederum informiert werden. Das kann zu Überprüfungen führen, ob die Marktstellung dazu benutzt wird, überhöhte Preise aufrecht zu erhalten.

Siehe zu diesem Thema auch BGH-Rechtssprechung zur Überprüfbarkeit von Preiserhöhungen unter Menü: News und Infos.
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