Obwohl inzwischen von Hausgeld-Vergleich e.V. ein Muster-Verwaltervertrag angeboten wird, werden immer noch von Beiräten die von den Verwaltern vorgelegten Verträge ohne große Änderungen akzeptiert und unterzeichnet. Auf einige Beispiele von Regelungen, die sich in der Praxis dann sehr negativ ausgewirkt haben, ist besonders hinzuweisen:
Befreiung von § 181 BGB
Hiervon wird dringend abgeraten. Dem Verwalter werden dann Geschäfte mit sich selbst gestattet.Hierfür gibt es keinen Grund. Sollte dies in einem Einzelfall erforderlich sein, kann dies über eine genehmigende Beschlussfassung selbstverständlich ermöglicht werden.
Vereinbarung von Sonderhonoraren für besondere Leistungen
Es ist klar, dass gute Verwalter eine Zusatz-Honorierung für besondere und umfangreichere Leistungen selbstverständlich bekommen sollten. Solche Regelungen sollten aber für den einzelnen speziellen Fall getroffen und nicht generell im Vertrag gestattet werden.
Einige Verwalter fordern für die Ausweisung der haushaltsnahen Leistungen bis zu 100 € je Eigentümer/Jahr mehr an Honorar. Dies ist abzulehnen, da der Aufwand unerheblich ist und die meisten Verwalter dies bereits als Service kostenlos erledigen.
Weiter sollten abgelehnt werden:
Gleitklauseln zur Verwaltergebühr.
Prozentuale Zusatz-Honorierung auf der Basis der Instandhaltungs-Ausgabe,
was gerade eine Einladung dazu sein kann, nicht auf günstige Kosten zu achten, da sich durch niedrige Kosten auch die Sonderhonorierung mindern würde.
Abstimmungen zwischen Verwalter und Beirat über größere Geldausgaben ohne Mitbestimmung der Eigentümer.
Es fehlt die Angabe über eine Verwalter-Haftpflicht/Vermögensschadens-Versicherung mit ausreichender Haftungssumme.
Vor der Unterzeichnung durch die Beiräte sollte der Inhalt des Vertrages den Eigentümern bekannt sein.
Weitere Infos Tel.: 09154/1602
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