Presse-Info vom 30.6.2014
Offener Brief von Hausgeld-Vergleich e.V. an das IWU und deren Gesellschafter, die Stadt Darmstadt und das Land Hessen
Anlass war eine Telefon-Aktion der FAZ für deren Leser zur Aufklärung über die Zweckmäßigkeit der nachträglichen Dämmung von Bestandsimmobilien.

Institut Wohnen und Umwelt GmbH
zu Hd. der Geschäftsführerin Dr. Monika Meyer
Rheinstraße 55
64295 Darmstadt
vorab per Fax an 06151/2904-97 30.5.2014
Irritation über die Ausrichtung Ihrer gemeinnützigen Forschungseinrichtung.
Ist Ihr Herr Werner Eicke-Hennig ein “Mitstreiter vom Fachverband-WDSV“? -

Sehr verehrte Frau Dr. Meyer,

uns liegen Informationen von Mitgliedern unserer Schutzgemeinschaft vor, dass der in Ihrem gemeinnützigen Institut tätige Werner Eicke-Hennig

  1. als “Mitstreiter” des Fachverbandes für Wärmedämmverbundsysteme (WDSV) gilt, jedenfalls vom Geschäftsführer dieses Verbands als solcher bezeichnet wird und
  2. eine Handlungsanweisung für diesen Verband verfasst haben soll, wie die Beantwortung von Fragen der Bürger bei der “FAZ” am 19.5.2014 bezüglich des Nutzens von Wärmedämmverbundsystemen gezielt behindert werden könnte.
In diesem Zusammenhang soll Ihr Herr Eicke-Hennig geäußert haben, dass bei der FAZ “mittelalterliche Schamane schreiben” und bei der Telefonaktion der FAZ am 19.5.2014 “beschränkte” Experten antworten würden. Ihr Herr Eicke-Hennig meinte damit mutmaßlich die von diesem Verlag ausgesuchten Experten:
  • Ingrid Vogler vom GdW,
  • Nikolaus Jung, Geschäftsführer von Haus & Grund Frankfurt,
  • Gregor Weil, stellvertr. Geschäftsführer Haus & Grund Frankfurt,
  • Frank Schweser, öffentl. best. u. vereidigter Sachverständiger,
  • Dipl.-Ing. Konrad Fischer, Architektur- und Ingenieurbüro und
  • Dieter Wagner von unserer Schutzgemeinschaft

Es stellt sich also die Frage, ob Ihr Institut tatsächlich gemeinnützig tätig ist und die Studien Ihres Hauses dementsprechend neutral erstellt werden oder ob bei Ihnen die Absatzförderung von Dämmstoffen ein maßgebliches Institutsziel darstellt.

Wir beabsichtigen diese offensichtliche Parteinahme Ihres Herrn Eicke-Hennig für die Interessen des Fachverbandes für Wärmedämmverbundsysteme für so ungeheuerlich - falls sie tatsächlich zutreffen sollte - dass wir diese der Öffentlichkeit zur Beurteilung zur Kenntnis bringen wollen. Vorher möchten wir Ihnen aber die Möglichkeit zu einer Stellungnahme einräumen, da hier möglicherweise Ihr Herr Eicke-Hennig an der tatsächlichen Aufgabe Ihres Instituts vorbei agiert haben könnte.
Wir erwarten Ihre Stellungnahme zu unseren Vorwürfen bis 13.6.2014.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Deul - Vorstand

Eine nachvollziehbare Erklärung erreichte uns nicht.
Die Arbeit des IWU ist eine Grundlage von dena-Studien
Und das war vorangegangen:
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung forderte:
„Stoppt den Dämmwahn!“

Der stellvertretende Ressortleiter Wirtschaft der FAZ, Georg Meck, sorgte mit seinem Artikel für Aufregung und Hektik unter denen, die sich mit der Verpackung der Häuser ihren Lebensunterhalt auf Kosten von Wohnungsinhabern verdienen wollen. Aussagen wie von Architekt Konrad Fischer, der Bauherr solle einen Antrag stellen und sich vom Zwang zur Dämmung, Luftdichtheit, Dreifachbefensterung und Heizungsvernichtung befreien lassen, trafen ins Mark. Und dabei ist klar, dass nach Gesetzeslage niemand gezwungen werden kann, unwirtschaftlich zu handeln. Der Planer und Berater, der auf die Wirtschaftlichkeit nicht hinweist, macht sich haftbar. Allmählich spricht sich immer mehr herum, wie zweifelhaft auch der ökologische Nutzen und wie unfundiert das Gerede von der zuverlässigen Dämmrendite ist. So enthielt der FAZ-Artikel auch den Hinweis auf Warnungen der Architektenkammern an ihre Mitglieder, von fahrlässigen Versprechen Abstand zu nehmen, wie sie bisher überwiegend erfolgt sind. Denn merkt der Bauherr oder die Eigentümergemeinschaft am Ende, dass sich die theoretisch errechnete Einsparung nicht einstellt, kann er den Architekten verklagen. Prozesse laufen bereits.

Der Inhalt des FAZ-Artikels war eindeutig. Der Nutzen der vom Staat propagierten energetischen Sanierung wurde infrage gestellt:
Kostet viel, bringt wenig bis gar nichts und hässlich ist es noch obendrein, das Fazit.

Die Reaktion der Dämmlobby war entsprechend. Sie sprach wie immer von einer Kampagne, wenn in Medien kritische Stimmen zur Plastikverpackung unserer Häuser zu lesen oder zu hören sind. Sie befürchtete Schlimmstes für den Umsatz, denn am FAZ-Telefon äußerten sich die Leser in großer Zahl und teilweise mit Zorn über den staatlich verordneten Dämmzwang. Nicht zu finanzieren, hieß es und die Dämmung kostet Millionen und rechnet sich nie, solange ich lebe. Ein Mieter klagte über 200 € Mieterhöhung während die eingesparte Energie nur einen Bruchteil davon bei ihm ausmacht usw. usw. Der Dämmlobby schwante Fürchterliches. Da musste gegengesteuert werden. Eine Telefonaktion der FAZ sollte gestört werden. Ausgesuchte Frager sollten die Fachleute am Leser-Telefon aus der Fassung bringen. Diese Gegenaktion organisierte Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer vom Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V. und schrieb an seine Wegbegleiter: “Bitte folgen Sie der unten angeführten Handlungsanweisung unseres Mitstreiters Werner Eicke-Hennig und stellen Sie Ihre qualifizierten Fragen.”
Eicke-Hennig arbeitet tatsächlich im IWU, der gemeinnützigen Einrichtung der Stadt Darmstadt und des Landes Hessen, die dem Bürger dienen sollte und nicht der Absatzförderung vom Dämmstoffen. Dieser Vorgang führte zu unserer vorstehenden Anfrage.


Kontakte und weitere Details und Infos:
Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter e.V.
- Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check -
Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn b. Nbg.
Tel. 09154/1602, Fax 09154/914721, Internet: www.hausgeld-vergleich.de
E-mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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