Presse-Info 29.9.2009
Geldrücklagen für Auflagen der EnEV ab 1.10.2009 bilden!
Hausgeld-Vergleich e.V. weist auf hohe Kostenbelastungen hin.
Mit weiteren Verschärfungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zum 1.10.2009 wird das Ziel verfolgt, den Energieverbrauch in Gebäuden noch weiter abzusenken. Die Vorgaben gelten sowohl für Neubauten, aber auch für Bestandswohnanlagen, sofern diese instand zuhalten sind, modernisiert oder umgebaut werden. Hausgeld-Vergleich e.V. weist deshalb Wohnungseigentümer darauf hin, dass die Folgen der EnEV den Geldbeutel in Größenordnungen von 10.000,- bis 30.000,- € treffen kann. Vorstand Norbert Deul empfiehlt jedem Eigentümer einer älteren Bestandsimmobilie deshalb, sofort zusätzliche Geldrücklagen für den entsprechenden Fall zu bilden.
Die EnEV 2009 fordert ab 1.10.2009 die Dämmung zugänglicher Geschossdecken, wenn sie nicht begehbar sind. Eine Alternative ist die Dämmung des Daches.
Für begehbare Geschossdecken folgt diese Pflicht ab 1.1.2012.
Bei einer Modernisierung der Außenwände, Außentüren, Fenster, Decken und Dächer müssen die neuen Bauteile 30% weniger an Energie durchlassen. Die bisherige Bagatellgrenze wird von 20% (2004) auf 10% (2009) verringert. Das bedeutet, dass nur dann die Vorschriften nicht anzuwenden sind, wenn nur bis zu 10% der Gesamtfläche eines Bauteils geändert wird.
Die Umsetzung führt zu einer Kompletterneuerung nach EnEV-Werten, wenn mehr als 10% eines Bauteils erneuert werden muss. Eine Eigentümergemeinschaft wird somit z.B. gezwungen, alle Fenster einer Wohnanlage auch dann auszutauschen, wenn lediglich einige Fenster nicht mehr zu reparieren sind. Auszuwechseln nach den neuen Dämmwerten sind selbst zurückgesetzte Fenster und Balkontüren, die noch viele Jahre vollkommen intakt wären.
Wer das nicht macht, dem drohen Bußgelder bis zu 50.000,- €.
Das gleiche gilt, wenn mehr als 10% des Putzes zu erneuern wäre. Dann ist zwingend die ganze Fassade nach den neuen Durchgangswerten zu dämmen. Die Dicke des Dämmstoffauftrages kann in der Folge die Verkleinerung von Fenstern erforderlich machen, da der Dämmauftrag sonst in Scheiben ragen würde. Grundsätzlich müssen bei einer Außenwanddämmung alle Fensterbretter wegen der dann erforderlichen größeren Tiefe ersetzt werden. Balkone werden kleiner, so dass unter Umständen bisherige Balkonmöbel zu groß sind.
„Da die Auflagen der EnEV 2009 umzusetzen sind, haben betroffene Eigentümer die Geldmittel für die erforderlichen Maßnahmen innerhalb kurzer Zeit bereitzustellen. Wer hier nach einem Eigentümerbeschluss nicht zahlungsfähig ist, dem droht die Klage auf Zahlung, die im Extremfall auch mit einem Entzug des Eigentums enden kann. Deshalb rate ich zur sofortigen zusätzlichen Rücklagenbildung für solche Fälle“, so Vorstand Norbert Deul von Hausgeld-Vergleich e.V.
Weitere Auskünfte zu den individuellen Folgen der EnEV sind erhältlich unter: Tel.: 09154/1602
Norbert Deul - Vorstand

Kontakte und weitere Details und Infos:
Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn b. Nbg.
Tel. 09154/1602, Fax 09154/914721, Internet: www.hausgeld-vergleich.de
E-mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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