Presse-Info vom 22.12.2012
Ungerechtigkeit bei der Verteilung der hohen Energiewendekosten:
  • Geldgeschenke für Hausbesitzer,
  • unzumutbare Kostensteigerungen für Mieter und
  • Kostenbefreiungen für Großunternehmen
Hausgeld-Vergleich e.V., die Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter, kritisiert die soziale Unausgewogenheit bei der Verteilung der immer weiter steigenden Kosten für die Energiewende.
Während die Hausbesitzer Zuschüsse von bis zu 5.000,- € pro energetischer Einzelmaßnahme auf Steuerzahlerkosten und zinsvergünstigte Kredite erhalten sollen, gehen die Mieter leer aus. Ihnen wird zugemutet, dass sie für unwirtschaftliche Außenwanddämmungen der Wohngebäude die kompletten Kosten innerhalb von 9 Jahren tragen müssen, ohne dafür vom Vermieter eine Garantie zu erhalten, dass sie diese massiven Mehrkosten für die Miete durch Energieeinsparungen jemals ausgeglichen bekommen. Denn längst ist durch Studien geklärt, dass sich die auf fehlerhaften Rechenmodellen basierenden theoretischen Energieeinsparungen in der Praxis in Schall und Rauch auflösen und Mietsteigerungen bis zum zehnfachen Geldbetrag der Energieeinsparung gehen können.
Den Mietern wurde ihr Mietminderungsrecht von den Regierungsparteien genommen, wenn sie beim Wohnen unzumutbaren Baulärm, Schmutz, verhängte Fenster, unbenutzbare Balkone und Terrassen wegen energetischen Sanierungen in Kauf nehmen müssen.
Genauso ungerecht geht es bei den dramatisch ansteigenden Stromkosten zu. Hier tragen die einkommensschwachen Gruppen die größte Last, während Großunternehmen mit 10 Gigawatt Verbrauch befreit werden können, auch wenn sie nicht im internationalen Wettbewerb bestehen müssen. Bezeichnend für die derzeitige Ungerechtigkeit der Kostenlastverteilung ist, dass Sozialtarife für Mindeststrommengen für arme Bürger abgelehnt wurden, während betuchte Bürger zu deren Kostenlasten für den unzuverlässigen Strom aus Sonne und Wind Renditen für ihr angelegtes Kapital von mindestens 8 % einfahren können.
So wie derzeit die Energiewende im Detail ausgestaltet wird, ist sie sozial unausgewogen und stellt sich als reine Geldumverteilungsmaschinerie von unten nach oben dar. Hausgeld-Vergleich e.V. appelliert deshalb an die regierenden Parteien als auch an die Opposition: “Beendet diesem unguten Weg, der unsere Gesellschaft in Energiewendegewinner und -verlierer spaltet!”
Norbert Deul - Vorstand

Kontakte und weitere Details und Infos:
Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn b. Nbg.
Tel. 09154/1602, Fax 09154/914721, Internet: www.hausgeld-vergleich.de
E-mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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