Presse-Info 14.10.2013
Hausgeld-Vergleich e.V kritisiert Bundesrat wegen Zustimmung zur Verschärfung der EnEV:
Neubauwohnungen werden noch teurer und die Mieten noch höher!
Der Neubau von Wohnungen wird noch teurer. Grund ist die Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) zur weiteren Einsparung von Energie, der der Bundesrat jetzt doch zugestimmt hat. Die Immobilienwirtschaftsverbände gehen von einer Verteuerung von um die 8% aus, die durch die angestrebten Ersparnisse bei der Energie in keinster Weise ausgeglichen werden können. Die Veröffentlichung der höchst umstrittenen “Energiekennwerte” der Gebäude in Verkaufs- und Vermietungsanzeigen für Einzelwohnungen wird zur staatlichen verordneten Fehlinformation der Interessenten führen. Der Bundesrat ist wegen seiner Ignoranz dieser Fakten zu kritisieren.
Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Mieter sind durchaus in der Lage, selbst zu entscheiden, wie viel Energieeinsparung sie anstreben und welche diesbezüglich notwendigen Investitionen sie sich leisten können und wollen. Die Einmischung der Politik in diesen Bereich durch Gesetze und Verordnungen mit planwirtschaftlichen sowie ordnungspolitischen Vorgaben lehnt Hausgeld-Vergleich e.V. ab. Die dafür geltend gemachten Begründungen - Endlichkeit der Energieressourcen und Schutz des Klimas vor menschengemachter Erwärmung - sind trotz der Aufnahme in die EU-Richtlinie strittig und können ein derartig einschneidendes Energiesparregime, dessen Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist, keinesfalls begründen.
Die neuerliche Verschärfung der EnEV bedient eher die Eigeninteressen der Administration und der begünstigten Lobbyisten. Jedenfalls drängt sich dieser Verdacht dem unbefangenen Betrachter und Praktiker auf.
Die Verschärfung der EnEV führt zu noch dickeren Dämmstoffen, 3fach-Fensterverglasungen, unzuverlässig arbeitenden alternativen Energieerzeugungsanlagen und Lüftungsanlagen wegen der verordneten luftdichten Bauweise von Gebäuden. Zu den hohen Investitionskosten addieren sich weitere Folgekosten, die bei einem Wärmedämmverbundsystem bereits bei über 9,- € qm im Jahr liegen. Schon damit wird die möglicherweise erreichte Energieeinsparung zunichte gemacht. Lüftungsanlagen können sich zu Brutstätten von Krankheitserregern entwickeln und sind deshalb im angestrebten breiten Einsatz aus gesundheitlicher Sicht abzulehnen.
Wohnungen werden einzeln verkauft oder zur Miete angeboten. Die Daten des Energieausweises werden für das Gesamtgebäude ermittelt. Sie können nach Erkenntnissen aus Heizkostenabrechnungen um mehrere 100 Prozent von den Verbrauchsdaten der einzelnen Wohnung abweichen. Jede Heizkostenabrechnung ist deshalb aussagefähiger als das Bürokratiemonster Energieausweis. Die voraussehbare Irreführung des Verbrauchers beim Kauf oder bei der Anmietung einer Wohnung ist abzulehnen.
Hausgeld-Vergleich e.V. fordert deshalb eine öffentliche Diskussion über den Irrweg EnEV.
Norbert Deul - Vorstand

Kontakte und weitere Details und Infos:
Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn b. Nbg.
Tel. 09154/1602, Fax 09154/914721, Internet: www.hausgeld-vergleich.de
E-mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
Zurück