Presse-Info 12.02.2008
Höheren Zinssatz für Rücklagenkonto
bei der Hausverwaltung anmahnen
“Auswertungen von Jahresabrechnungen von Wohnungseigentümern haben gezeigt, dass unnötiges Geld bei der Anlage der Rücklagengelder verschenkt wird”, so die Meinung von Norbert Deul, Vorstand des Verbraucherschutzverein Hausgeld-Vergleich e.V.
Das für Instandhaltungen angesparte Geld der Eigentümer und solches, das nicht unmittelbar benötigt wird, ist nach Rentabilitätsgrundsätzen sicher, aber zu bestmöglichen Zinsen, anzulegen. Jeder Hausverwalter ist zu einer vorausschauenden Finanzverwaltung auch dann verpflichtet, wenn die Eigentümer keine speziellen Beschlüsse gefasst haben.
Bei Hausgeld-Vergleich e.V. haben Überprüfungen ergeben, dass bereits in der Vergangenheit teilweise Geld wegen zu geringer Verzinsung verschenkt wurde. Bei den verschiedenen Banken wurden sehr unterschiedliche Zinssätze für Anlagegelder festgestellt, für die es in der festgestellten Spannbreite keine plausible Begründung gibt.
Nachdem der Markt für Zinsen derzeit nach oben in Bewegung ist, sollten bereits jetzt Wohnungseigentümer die bisherige Verzinsung, die aus der Jahresabrechnung ersichtlich sein muss, mit den derzeitigen Zinsmöglichkeiten am Markt vergleichen.
Ist die Verzinsung zu gering, so sollte der Hausverwalter schriftlich an seine Pflicht erinnert werden, sich um eine marktgerechte Verzinsung zu kümmern, wobei hier auch Hinweise auf Angebote von bestimmten Banken hilfreich sein können.
Weitere Infos zum Thema “Pflicht zur optimalen Verzinsung von Rücklagengeld” sind erhältlich unter Tel.: 09154/1602.
BGH-Urteil:
Gebot der Wirtschaftlichkeit für Wohnnebenkosten
Der BGH hat mit seiner Entscheidung vom 28.11.2007 klar gemacht, dass der Anspruch auf wirtschaftliche Betriebskosten nur den Zeitraum im laufenden Mietvertragverhältnis umfasst. Überhöhte Kosten, die bereits vorher bestanden und dem Mieter beim Mietvertragabschluss bekannt waren, können nach Vertragsabschluss zur Bezahlung nicht mehr unter Berufung auf das Gebot zur Wirtschaftlichkeit beanstandet werden. Im vorliegenden Falle war der Mieter deshalb nicht berechtigt, einen Abzug wegen überhöhter Wärmekosten vorzunehmen, die sich aus einem Wärmecontracting ergaben.
Fällt die Umstellung der Heizungsart allerdings in den Mietzeitraum, so ist das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Der Vermieter wird dann durch den § 556 Abs. 3 Satz 1 BGB zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Führt die Umstellung auf Wärmecontracting dann zu erheblich erhöhten Kosten, so kann der Mieter die daraus resultierende Erhöhung zur Bezahlung ablehnen.
Wer weitere Informationen zum Wärmecontracting, überhöhten Heiz- oder sonstiger Nebenkosten benötigt, kann sich an Hausgeld-Vergleich e.V. unter Tel. 09154/1602 wenden und dort die eigenen Kosten anhand von Durchschnittszahlen überprüfen lassen.

Kontakte und weitere Details und Infos:
Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn b. Nbg.
Tel. 09154/1602, Fax 09154/914721, Internet: www.hausgeld-vergleich.de
E-mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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