Presse-Info 9.9.2008
Systembedingte Abrechnungsfehler bei Heizungskosten durch neue elektronische Messgeräte
Der Verbraucherschutzverein Hausgeld-Vergleich e.V. weist auf ein erstes Gerichtsurteil hin, das die Heizkostenabrechnung einer Wohnungseigentümergemeinschaft wegen der Verwendung von elektronischen Heizkostenverteilern für ungültig erklärte.
Das Gericht schloss sich einem Gutachten an, das die Messung bei Einrohr-Heizsystemen über elektronische Heizkostenverteiler als nicht repräsentativ beurteilte.
In der Wohnanlage wurde die bisher übliche Messung des Heizungsverbrauchs über Verdunstungsröhrchen auf moderne elektronische Heizkostenverteiler umgestellt, die nach dem Zweifühlermessprinzip arbeiten. Die Geräte sind nach europäischer Norm DIN EN 834 zugelassen und messen über zwei Fühler den Temperaturunterschied zwischen dem Heizkörper und der Zimmerluft. Das neue Messsystem ermittelte den Verbrauch von Null (Wohnung Nr. 19 mit 89,64 qm Wohnfläche) bis 8.573 Einheiten (Wohnung Nr. 40 mit 86,93 qm Wohnfläche).
Bei der Einrohrheizung gibt bereits die Ringleitung soviel Wärme in die durchflossenen Räume ab, so dass eine Messung am Heizkörper mit diesen neuen Messgeräten keine zutreffenden Rückschlüsse auf den Verbrauch einer Wohnung zulässt, stellte ein Gutachten klar. Normalerweise fließen nur 35 % des Ringvolumens durch die Heizkörper und 65% durch die Ringleitung. Die Wärmeeinbringung in die Wohnung entsteht somit maßgeblich über die nicht beeinflussbare Rohrwärmeabgabe.
Während bei den bisherigen Verdunstungsröhrchen die gesamte Wohnungstemperatur den Verdunstungsgrad bestimmte, ermittelten die eingesetzten elektronischen Zähler keine Werte, die nach der Heizkostenverordnung zulässig sind.
Wer unerklärlich hohe Kosten bei seiner Heizkostenabrechnung hat, kann sich deshalb an Hausgeld-Vergleiche e.V. wenden und das Urteil erhalten: Tel.: 09154/1602
Wärmedämmung - ein gutes Milieu für Algen
Der jetzt häufig auftretende Bewuchs an Außenwänden mit Algen kann eine Folge dicker Wärmedämmschichten sein. Die nach Wärmedämmmaßnahmen inzwischen auftretenden hässlichen grünen Algen benötigen zum Wachstum Wasser, Licht und Kohlendioxyd aus der Luft. Durch die Dämmschichten bildet sich auf den Fassaden bei der nächtlichen Abkühlung Tauwasser. Da bei guter Wärmedämmung kaum noch Wärme von innen an die Außenwand gelangt, bilden gedämmte Wände ein ideales Milieu für die Algenbildung.
Zu beeinflussen sind nur die Lebensbedingungen der Algen. Dazu gehrt Feuchtigkeitsentzug. Es sollte deshalb auf algizide Farbanstriche geachtet werden, deren Wirkung aber abnimmt, so dass oft nach wenigen Jahren neue Anstriche erforderlich sind. Bisher wurden Algen selbst kurz nach der Baufertigstellung nicht als Baumangel anerkannt.
Zusatzkosten für die Algenbeseitigung sollten deshalb vorsorglich in die Rentabilitätsberechnung einer Wärmedämmmaßnahme mit einfließen. Infos zur Rentabilität von Dämmmaßnahmen sind erhältlich bei Hausgeld-Vergleich e.V. unter Tel. 09154/1602.
 

Kontakte und weitere Details und Infos:
Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn b. Nbg.
Tel. 09154/1602, Fax 09154/914721, Internet: www.hausgeld-vergleich.de
E-mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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