Presse-Info 6.10.2008
Der Tipp zum Sparen:
Hausgeld-Vergleiche decken überhöhte Kosten auf ...

“... und ermöglichen damit Wohnungseigentümern, wirtschaftlich vernünftige Entscheidungen in Eigentümerversammlungen,” so die Meinung von Norbert Deul, Vorstand von Hausgeld-Vergleich e.V., der Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter.

Seit einigen Jahren ermittelt dieser Verbraucherschutzverein Vergleichszahlen für Großstadtregionen und erfasst erstmals auch die Kosten, die vom Wohnungseigentümer allein zu tragen sind, also nicht auf Mieter umlegbar sind, wie Verwalterkosten, Reparaturen, Instandhaltung, Rücklagenbildung usw.
Die Durchschnittszahlen entstehen aus der Auswertung von derzeit ca. 4.000 verschiedener Jahresabrechnungen, die dem Verein von Immobilienverwaltern, Wohnungseigentümern und Mietern zur Verfügung gestellt werden.

Jedes Jahr werden 15 aktualisierte Vergleichstabellen für Großregionen Berlin, Braunschweig, Bremen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Heidelberg/Mannheim, Kassel, München, neue Bundesländer Nord, neue Bundesländer Süd, Nürnberg, Regensburg und Stuttgart herausgegeben.
Aus denen wird für statistische Zwecke ein Bundesdurchschnitt ermittelt, der für das Jahr 2007 folgende Ergebnisse je Quadratmeter Wohnfläche im Monat brachte:

Kostenart Euro
a) auf Mieter umlegbare Betriebskosten:
Wasser/Abwasser 0,37
Straßenreinigung 0,03
Müllabfuhr 0,19
Sach-/Haftpflichtversicherung 0,13
Kaminkehrer, wenn nicht in Heizung enthalten 0,03*
Hausbeleuchtung 0,03
Aufzug 0,15
Gemeinschaftswaschmaschinen 0,02
Hausmeisterservice (incl. Reinigung, Garten usw.) 0,33
Garten, wenn nicht im Hausmeisterserv.. enthalten 0,06*
Hausreinigung, wenn nicht bei Hausmeisterserv. enth. 0,17*
Schneebeseitigung, wenn nicht beim Hausm. enth. 0,03*
Heizung/Warmwasser 0,99
Kabelanschluss pro Wohnung 7,20
Sonstiges (Wartungen usw.) 0,04
b) vom Eigentümer zu tragende Kosten
Reparaturen 0,21
Bankkosten 0,01
Nebenkosten der Verwaltung 0,03
Verwaltung je Wohnung 17,59
Verwaltung je Garage 2,08
Rücklage für Instandhaltung 0,54
  • * Die dünn gedruckten Zahlen sind bei vielen Abrechnungen in anderen Positionen enthalten, wie z.B. die Positionen Hausreinigung, Garten und Schneebeseitigung im Fullservice des Hausmeisters, so dass diese Werte dann nicht zum fett gedruckten Wert hinzuaddiert werden dürfen.
Über den Wert solcher Durchschnittszahlen wird heftig gestritten.
Kontra-Meinungen
Für den GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen sind nur Vergleichszahlen auf der Basis der “Geislinger Konvention”** zielführend. Der GdW hält zwar für Management-Entscheidungen sog. Mittelwerte als ausreichend, nicht jedoch für die Öffentlichkeit.
Der müssten die Brandbreiten der tatsächlich abgerechneten Betriebskosten aufgezeigt werden.
Fazit GdW: Betriebskostenspiegel sind Zerrspiegel, die Streit schüren und nichts zur Kostensenkung beitragen.
Bei Haus & Grund wurde die Meinung vertreten, bundesweite Betriebkostenspiegel seien ein “unbrauchbares” und “irreführendes” Instrument und 85% der Betriebskosten seien vom Vermieter nicht beeinflussbar. Das Thema sei möglichst “niedrig zu hängen”, damit keine unnötige Aufmerksamkeit entsteht.
Immobilienverwalter sind geteilter Meinung. Die Kontra-Fraktion lehnt solche Zahlen ab. Immobilien seien zu unterschiedlich, um hier zu aussagefähigen Kostenvergleichen kommen zu können.
Pro-Meinungen
Von einzelnen Wohnungseigentümern und Mietern werden solche Vergleichszahlen geschätzt. Eine Auswahl aus den Beurteilungen ergab folgende Resultate:
“... eine gute und überfällige Idee, fühlte ich mich doch jeweils ... den vom Verwalter vorgelegten Zahlen hilflos ausgeliefert” und “ ... die Möglichkeit zu einem Benchmarking finde ich sehr interessant und biete meine Abrechnung zum Vergleich an.”
Der DMB (Deutscher Mieterbund) führt als Vorteile solcher Transparenzinstrumente an:
“Mieter können überblicken, ob die Kosten der Höhe nach plausibel sind und es werden Anhaltspunkte zu überhöhten und unwirtschaftlichen Kostenpositionen gegeben.
Vermieter haben die Chance, Maßnahmen zur Kostenreduzierung einzuleiten”.
Vertreter der Pro-Fraktion der Immobilienverwalter führten an: “Genauso wie es in anderen Wirtschaftsbereichen Transparenz gibt, sollte sie auch für Wohnungseigentum vorhanden sein und es gibt keinen Grund, nicht an Vergleichen teilzunehmen”.
“Wer die Schnittzahlen unterschreitet, kann das als Marketinginstrument für sich verwenden.”
Hausgeld-Vergleich e.V. vertritt die Auffassung, dass die Wohnungseigentümer und Mieter selbstverständlich einen Anspruch auf Vergleichszahlen haben, der längst von der Immobilienwirtschaft befriedigt hätte werden können. Die Zahlen sind vorhanden und werden aus unverständlichen Gründen gegenüber der Öffentlichkeit unter “Verschluss” gehalten. Dabei ist die von der “Geislinger Konvention” verlangte tiefe Unterteilung für den Verbraucher nicht erforderlich. Es sind nur so viele Kostenpositionen erforderlich, wie sie von den Immobillenverwaltern üblicherweise in den Jahresabrechnungen verwendet werden. Jeder Nutzer solcher “Durchschnittszahlen”, wird von Hausgeld-Vergleich e.V. mit einer Handhabungs-Anweisung darüber informiert, dass diese Werte wertvolle “Daumenwerte” darstellen und deshalb wissenschaftliche Ansprüche nicht zu erfüllen haben.
Ziel von Hausgeld-Vergleich e.V. ist es, dass mit Hilfe dieser Zahlen große Kostenausreißer aufgedeckt werden können, damit dann in diesen Kostenbereichen gezielt die Gründe dafür gesucht werden können. Vermietern, die unnötig überhöhte Kosten einfach ihren Mietern aufbürden, machen Richtwerte sicher Schwierigkeiten. Und klar ist auch, dass die Verwendung solcher Schnittzahlen Druck auf Immobilienverwalter ausüben, deren Kosten über den Mittelwerten liegen.
“Das ist unsere Absicht”, so Vorstand Norbert Deul, “denn zum einen sind die Wohnnebenkosten der Einkommensentwicklung davongelaufen, so dass auf die Bremse zu treten war. Und zum anderen können damit unnötig überhöhte Geldausgaben aufgedeckt werden und in der Folge der eine oder andere unseriöse Verwalter zur Amtsaufgabe bewegt werden. Bereits 1996 wurde in einer wohnungswirtschaftlichen Fachzeitschrift*** ein Beitrag mit dem Titel verffentlicht:
Ist die Betriebskostenexplosion noch zu stoppen?
Daran arbeiten wir und Erfolge sind sichtbar. Wer Wohnnebenkosten senken will, sollte deshalb mit uns Kontakt aufnehmen.”
Kontakt unter: Telefon 09154/1602
** Die “Geislinger Konvention” gliedert sich in 67 Grunddaten und 142 Betriebskostenarten.
*** Zeitschrift der Wohnungswirtschaft Bayern 1/1996.

Kontakte und weitere Details und Infos:
Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn b. Nbg.
Tel. 09154/1602, Fax 09154/914721, Internet: www.hausgeld-vergleich.de
E-mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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