Presse-Info 1.10.2007
Neue Tipps für Wohnungseigentümer
Kopieren von Hausverwalter-Unterlagen mit eigenen Kopiergerät jetzt erlaubt
Wer als Eigentümer von Verwaltungsunterlagen Kopien haben wollte, musste dafür je Seite bis 0,50 € an den Hausverwalter bezahlen. Das konnte richtig ins Geld gehen, wenn man z.B. umfangreiche Ausschreibungs- und Abrechnungsunterlagen zuhause in Ruhe auf Sachangemessenheit der Kostenhöhe prüfen wollte.
Nun liegt ein Gerichtsurteil vor, das die Ausführungen im Ratgeber “Gemeinschaft der Wohnungseigentümer” (Bezugsquelle: Hausgeld-Vergleich e.V. und Schweitzer Sortiment) bestätigt, dass einem Eigentümer das Recht zugestanden werden muss, auf einem mitgebrachten eigenen Kopiergerät die gewünschten Kopien kostenfrei selbst erstellen zu dürfen.
Dadurch ist es jetzt möglich, sich beim Hausverwalter auch umfangreiche Sachvorgänge zu kopieren, ohne dafür Hunderte von Euro an den Verwalter zu bezahlen, so wie es in solchen Fällen bisher erforderlich war. Der Auszug aus dem Urteil ist erhältlich bei
Hausgeld-Vergleich e.V, Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn,
Tel.: 09154/1602, Fax: 09154/914721.
Vorsicht Falle: Klageabweisung bei fehlerhafter Parteienbezeichnung
Mit der Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes ab 1.7.2007 droht Eigentümern und auch Anwälten die Klageabweisung, wenn die Gegenpartei nicht richtig nach der Zivilprozessordnung bezeichnet ist. “Das kann zu erheblichen Kostenproblemen führen, vom Imageschaden ganz zu schweigen”, so Vorstand Norbert Deul, vom Verbraucherschutzverein Hausgeld-Vergleich e.V.
Uns sind sehr viele Fälle bekannt, bei denen die Gerichte die früher übliche Antragsgegnerbezeichnung für nicht ausreichend betrachteten und aus diesen formalen Gründen die Klage bereits abgewiesen haben. Eigentümern, die wegen nicht ordnungsgemäßer Verwaltung ihrer Immobilie vor Gericht ziehen, sollten auch ihren Anwalt auf die dringend erforderliche richtige Parteienbezeichnung nach der Zivilprozessordnung hinweisen. Beispiele für die richtige Parteienbezeichnung sind auch in dem Ratgeber “Erfolgreich vor Gericht bestehen” (Bezugsquelle: Hausgeld-Vergleich e.V. und Schweitzer Sortiment) enthalten, der auch viele weitere Tipps und die Kostenrisiken für Verfahren vor dem Wohnungseigentumsgericht enthält.
Kontoauszüge prüfen, ob sie tatsächlich von der Bank stammen
In Filderstadt bei Stuttgart beschaffte sich ein Hausverwalter von der Bank Blanko-Kontoauszüge und stellte diese so aus, dass er im Laufe der Zeit rund 100.000 € unterschlagen konnte.
Es wurden dabei die Eigentümer mehrerer Wohnanlagen geschädigt. Entdeckt wurde der Vorfall nur durch einen Zufall. Bei der Abrechungsprüfung war den Verwaltungsbeiräten nichts aufgefallen. Der Verbraucherschutzverein Hausgeld-Vergleich e.V. vermutet, dass dies kein Einzelfall war. “Leider betreiben sehr viele Beiräte ihre Prüfpflicht eher lax als gewissenhaft, vor allem wenn sie mehrere Jahre im Amt sind”, so die Erfahrung von Vorstand Norbert Deul vom Hausgeld-Vergleich e.V. Er empfiehlt deshalb allen Wohnungseigentümern in größeren Wohnanlagen die Hinzuziehung von professionellen Prüfern, ein Rotationssystem bei den Prüfern und grundsätzlich eine genaueste Kontrolle der Kontoauszüge auf Stimmigkeit mit den Belegen.

Kontakte und weitere Details und Infos:
Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V., Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn b. Nbg.
Tel. 09154/1602, Fax 09154/914721, Internet: www.hausgeld-vergleich.de
E-mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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