Bei unserer üblichen Kontrolle von Jahresabrechnungen wurde ein Multiplikationsfehler bei einer Einzelabrechnung festgestellt, die von der Hausbank München erstellt wurde. Es handelte sich dabei um einen durchgängigen Fehler über die gesamten umlagefähigen Kosten in der Größenordnung von knapp 1% in einer großen WEG. Vor der Genehmigung und Weitergabe an einen Mieter einer solchen mit einem Rechenfehler belasteten Abrechnung wird deshalb ausdrücklich gewarnt.
Abrechnungsfehler
Aufgefundene Abrechnung der Hausbank München mit durchgängigem Multiplikationsfehler
Wir haben aus diesem Grunde die Hausbank München mit Schreiben vom 28.11.2015 auf diesen Fehler aufmerksam gemacht und um eine Stellungnahme gebeten, damit solche nicht zu erwartende Fehler nicht unnötig zu Streitigkeiten führen können. Nachdem die Hausbank darauf nicht reagiert und auch nicht mitgeteilt hat, dass sie diesen offensichtlichen Fehler inzwischen abstellen konnte, halten wir diese Warnung für erforderlich.
Die Hausbank München teilte noch Mitte des Jahres mit, dass ihre Verwaltungssoftware VS3 zertifiziert sei, nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchhaltung arbeitet und ihr Abrechnungsmodul mit Richtern des Landgerichts München I auf die neueste Rechtsprechung abgestimmt sei. Sie stelle somit Verwaltern ein qualitativ hochwertiges Handwerkszeug inklusive eines Rechenzentrums für die Sachkontenbuchhaltung zur Verfügung.
Sobald wir von der Hausbank eine Bestätigung erhalten, dass der Fehler behoben ist, werden wir darüber informieren. Bis dahin empfehlen wir, Hausbank-Abrechnungen auf Rechenfehler - wie oben ersichtlich - zu prüfen und beim Verwalter vor einer Genehmigung zu reklamieren und berichtigen zu lassen.
Norbert Deul
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