Im Zusammenhang mit einer Negativ-Preisverleihung an einen Hausverwalter konnte der Empfänger dieses Negativpreises den Redakteur Oliver Mertens, Reinsbergstraße 52, 70178 Stuttgart, dazu motivieren, einen Bericht unter dem Titel “Ein Verwalter kämpft gegen dubiose Praktiken eines Eigentümerschutzvereins” in ein Portal für die Wohnungswirtschaft (wowiportal) einzustellen.
Höhepunkt dieses Berichts ist wohl die Aussage des Geschäftsführers Axel Niepert von der Hausverwaltung Strahlhuber, dass diesen Negativpreis “Schwarzes Schaf” der Vorstand des Vereins “Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check” Norbert Deul verdienen würde. Die Qualität des Mertens-Berichts in diesem Portal sollte u.a. am Schlusssatz beurteilt werden:
”Vereinsvorstand Norbert Deul hat sich bis zum Redaktionsschluss nicht zu der Sache geäußert”.
Richtig ist, dass an den Redakteur Mertens folgende Mitteilungen gingen:
1. Schreiben vom 26.3.2012 - Geplanter Artikel
Sehr geehrter Herr Mertens,
zunächst darf ich Sie darüber informieren, dass der sog. Fall “Strahlhuber” nicht abgeschlossen ist. .... Herr Axel Niepert verkündete u.a. in einem auflagenstarken Medium in München, dass ihn das Landgericht in seiner Auffassung bestärkt hätte, er müsse nicht nach der Heizkosten-verordnung abrechnen - was natürlich irrig ist. Vorher hat Herr Niepert geäußert, er könne erst dann Abrechnungen erstellen, wenn ein Gericht ihm sage, wie richtig abzurechnen ist. Das ist wohl ein Armutszeugnis für ein VDIV-Mitglied und ist konträr zu seiner veröffentlichten Darstellung, er wüsste wie abzurechnen sei. ....
Ich darf in diesem Zusammenhang positiv auf Herrn Steffen Haase verweisen, der in seinen Versammlungen die Eigentümer sofort auf die Probleme hinweist, die bei geplanten Installationen von elektronischen Messgeräten an Einrohrheizungen entstehen können (siehe Anlage).
Warum hat Strahlhuber das nicht auch getan?
Treffen Sie also selber die Entscheidung, ob unsere Preisverleihung an die Firma Strahlhuber Unrecht war. Dazu senden wir Ihnen eine Meinungsäußerung zu der von Strahlhuber angeführten Entscheidung des Landgerichts München I.
Betreffend der Titulierung “Querulant” sollte sich Herr Niepert mit dem Urteil LG Lüneburg vom 25.10.2011 vertraut machen. Auch zu diesem Punkt wurden Sie fehlinformiert, da u.a. auch die weiteren benachteiligten Personen Dipl.-Ing. Oldekamp und Dr. Hensel auf Seiten des angeblich “einzigen Querulanten“ stehen.
Im übrigen habe ich Herrn Niepert zugesagt, dass positiv über ihn berichtet wird, wenn er in der Lage ist, akzeptable Abrechnungen im Sinne der HkVO vorzulegen, wie es Tausende von Verwalter tun ohne diesen jahrelangen Zirkus, wie er mit Strahlhuber an den Gerichten erlebt werden musste.
Ich lade ferner Ihre Fachzeitschrift dazu ein, bei der Wahl der “Schwarzen Schafe” mitzuwirken, die bisher über unsere Mitglieder nach den Informationen über die Fälle auf unseren Stammtischen oder direkt danach erfolgen. Wenn Sie hier Interesse haben mitzuwirken, so stelle ich Ihnen die nächsten Fälle in Bild und Text auch zur Veröffentlichung zu.
Ihren Entscheidungen mit Interesse entgegenwartend
Mit freundlichen Grüßen Norbert Deul - 1. Vorstand
2 Anlagen
Anmerkung:  Die Anlagen umfassten u.a. einen Auszug aus einer Versammlungsniederschrift mit der Aussage vom Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der Immobilienverwalter Bayern e.V. Herrn Steffen Haase, in dem er vor der Umrüstung auf elektronische Heizkostenverteiler bei einer Einrohrheizung warnt.
2. Schreiben vom 28.3.2012 - Geplanter Artikel - Nachtrag
Sehr geehrter Herr Mertens,
beigefügt als Nachtrag noch eine Besprechung einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg/Fürth zur Verwertbarkeit von Messwerten an einer Einrohrheizung. Dieses Urteil verdeutlicht ebenfalls, wie abwegig die gegenläufige Entscheidung des Landgerichts München war. Um weiteren unnötigen Streit über derartige Heizkostenabrechungen zu vermeiden, wäre es sinnvoll, wenn Sie Ihre Leserschaft über dieses korrekte Entscheidung des Gerichts in Nürnberg/Fürth informieren würden.
Mit freundlichen Grüßen Norbert Deul - 1. Vorstand
Anlage
Anmerkung:  Als Anlage wurde eine Urteilsbesprechung “Nürnberg/Fürth” beigefügt.
3. Schreiben vom 31.3.2012 - Geplanter Artikel - 2. Nachtrag
Sehr geehrter Herr Mertens,
beigefügt erhalten Sie noch ein BGH-Urteil, das eine weitere aktuelle Klatsche für das Münchner Landgericht I darstellt. Der BGH liest und versteht § 3 der Heizkostenverordnung so, wie es für jeden ordentlichen Hausverwalter und verständigen Wohnungseigentümer bisher eine Selbstverständlichkeit war. Anders kann man § 3 der HkVO auch gar nicht verstehen. Dies zeigt die ganz Abartigkeit der Rechtsprechung in München, auf die sich Herr Niepert beruft. Dort wurde nämlich abweichend von allen anderen Gerichten in Deutschland behauptet, eine WEG dürfe die HkVO dann nicht anzuwenden, wenn diese nicht vereinbart oder beschlossen wurde. Hätte das Münchner Gericht die Revision zugelassen, wie es wegen der gegenläufigen Entscheidungen der anderen Gerichte zwingend für eine ordentliche Rechtssprechung geboten gewesen wäre, so wäre das Skandalurteil aus München vom BGH aufgehoben worden.
Dies sollte verhindert werden.
Mit freundlichen Grüßen Norbert Deul - 1. Vorstand
Anlage
Anmerkung:  Als Anlage lag eine Kopie des zitierten BGH-Urteils bei, das die Aussage des Landsgerichts München I als rechtsirrig darstellte.
Dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuführen.
Norbert Deul - Tel.: 09154/1602 - E-Mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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