Die Studien der Deutschen Energieagentur (dena), mit denen dem Bürger eine Außenwanddämmung ihrer Häuser und Wohnungen wegen der damit verbundenen, angeblichen hohen Energieeinsparungen angeraten werden, sind unter Praktikern höchst umstritten.

So wurde in Medienveröffentlichungen nicht erwähnt, dass die behauptete „Wirtschaftlichkeit“ anhand von Verbrauchswerten von 225 kWh je qm Wohnfläche im Jahr berechnet wurden, die in der Praxis in dieser Höhe kaum noch vorzufinden sind. Und es wird nicht erklärt, dass Außenwand-Dämmmaßnahmen bei einem üblichen Durchschnittsverbrauch von 130 kWh nie eine Wirtschaftlichkeit in einem vertretbaren Zeitrahmen erreichen werden.

Zu dieser Arbeitsweise der dena passt der aktuelle Vorwurf des Bundesrechnungshofes, der Sinn der Institution dena sei zu bezweifeln. Ein Bericht im „Tagesspiegel“ enthüllt, dass die dena auch jahrelang mit Bilanztricks gearbeitet haben soll, um die „unangemessenen hohen“ Gehälter ihrer Geschäftsführer zu ermöglichen. Angesichts der hohen Gehälter in der Vorstandsetage wird über strafrechtliche Konsequenzen im Bundestag nachgedacht.

Dabei muss der Bürger wissen, dass es sich bei der dena um eine Institution handelt, die zu 50% von der Bundesregierung getragen wird. Es wird von Bilanztricks gesprochen, die eine Rückforderung von Fördermitteln verlangen. Auftrag der dena war, mittels Kampagnen das Bewusstsein zum Energieeinsparen bei Haus- und Wohnungseigentümern zu wecken. Der Bericht im „Tagespiegel“ überrascht deshalb nicht. Denn unrealistische Verbrauchswerte in einer Studie dürften Bilanztricks vergleichbar sein.

Aber auch das Bundeswirtschaftsministerium wird in diesem Zusammenhang kritisiert. Hinweise des ersten Berichts des Bundesrechnungshofes über die Jahre 2009 bis 2011 wurden ignoriert oder nur zögerlich umgesetzt. Wenn man Bärbel Höhn (Grüne) folgt, so dürfte ein Millionenbetrag zu Unrecht an die dena aus der Staatskasse geflossen sein - vom Steuerzahler finanziert.

Wenn man bei dieser pikanten Angelegenheit berücksichtigt, dass Wohnungseigentümern der WEG zum BGH deshalb verweigert wird, weil angeblich kein Geld für eine paar neue Richter am Bundesgerichtshof zur Verfügung steht, dann wird das Vertrauen in unsere Politiker nachhaltig erschüttert. Die für solche Zustände Verantwortlichen sollten sich in Grund und Boden schämen.

Zugangsdaten zum gesamten Bericht im „Tagespiegel“:
http://www.tagesspiegel.de/politik/bilanztricks-bundesrechnungshof-bezweifelt-sinn-der-deutschen-energieagentur/10991908.html

Der ganze Skandal um die Zielsetzung der dena und deren Arbeitsweise und Verbindungen zur Dämmlobby wird erfreulicherweise noch durch rechtschaffene Redakteure vom NDR (Güven Purtul) und WDR (Könnes kämpft) und andere aufgedeckt.: Sehenswert deshalb für uns Wohnungseigentümer und Mieter die neuen TV-Sendungen von Könnes
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/koennes_kaempft/videokoenneskaempftfassadendaemmung100.html
und Gernot Hassknecht und Oliver Welke (heute Show - aus der Bananenrepublik):
https://www.youtube.com/watch?v=7uB1o5jouR0
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