Es wird zu einer breiten und öffentlichen Pro- und Kontra-Diskussion mit dem Thema “Energiewende - Kosten ohne Ende?“ eingeladen. Der Start dazu ist am Dienstag, 26.2.2013, von 17.30 bis 19.30 Uhr, im neuen Gemeinschaftshaus Pommelsbrunn, das Hausgeld-Vergleich e.V. ab sofort für Beratungen und Veranstaltungen nutzen kann. Ähnliche Veranstaltungen sind in anderen Städten vorgesehen, um sich ein umfassendes Bild zu machen, ob Wohnungsinhaber wissen, was an Kosten auf Sie zukommt und was sie für die Energiewende zu tragen bereit sind. Zugleich sind aber auch alle Wohnungsinhaber aufgefordert, sich an der Diskussion zu den Kostenfolgen der Energiewende schriftlich per E-Mail, Brief oder Fax zu beteiligen.

Warum wird solch eine Diskussion von Hausgeld-Vergleich e.V. angestoßen? Die Wohnungsinhaber fühlen sich von unseren Politikern und den meisten Medien fehlinformiert, die die tatsächlichen Folgen der Energiewende beschönigen und klein rechnen. Deshalb ist Transparenz erforderlich, wohin die Reise geht und was am Schluss herauskommen kann.

Denn die Erhöhung der Stromkosten zum neuen Jahr 2013 hat vielen Bürgern klar gemacht, dass die Energiewendekosten nicht bei 3,5 Cent je Kilowattstunde enden werden, wie es das Bundeskabinett im Juni 2011 beschlossen hatte. Der Aufschlag für die alternativen Energien ist statt dessen bei 5,277 Cent/kWh, also bei rund 50% mehr gelandet. Dazu addieren sich noch für den Verbraucher die Erhöhungen auf sonstige Preise der Unternehmen, die nicht von der Strompreiserhöhung befreit wurden - und das bereits nach 1 1/2 Jahren.

Und dabei befinden wir uns jedoch erst am Anfang der Energiewende-Kostenspirale. Es werden jetzt noch zusätzliche Erhöhungen folgen für
  • den zwischenzeitlich weiter geförderten Ausbau von Sonnen- und Windenergie usw.,
  • den wegen des Umstiegs erforderlichen Netzausbau,
  • Entschädigungszahlungen für alternativen Strom, der nicht verbraucht werden kann,
  • den Aufbau von Speicherungsmöglichkeiten und die dabei auftretenden Speicherverluste
  • Entschädigungen für weiterhin nicht angeschlossene Offshore-Anlagen,
  • den Aufbau neuer konventioneller, zuverlässig arbeitender Kraftwerksanlagen (bis 2020 sollen Gas- und Kohlekraftwerke für 10 GW lt. Bundesregierung neu gebaut werden),
  • Entschädigungen für zuverlässig arbeitende konventionelle Kraftwerke, wenn weiterhin Sonnen- und Windstrom bei der Einspeisung Vorrang hat,
  • mögliche Entschädigungszahlungen für die Kernkraftwerksbetreiber und
  • Strom-Sozialtarife für arme Bürger?
Wird die Energiewende für uns ein Fass ohne Boden mit unbekanntem Ausgang?

Hausgeld-Vergleich e.V., die Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter, will deshalb mit einem Vortrag “Energiewende - Kosten ohne Ende?“ im Gemeinschaftshaus Pommelsbrunn starten und offen und ehrlich auf die in den nächsten Jahren entstehenden weiteren Belastungen im Energiebereich hinweisen. Es ist wichtig, dass die Augen vor weiteren erheblichen Zusatzbelastung nicht verschlossen werden und der Bürger die ihn zukommende Kaufkraftabschöpfung und sonstige Einschränkungen einplanen kann.

Der Vortrag in Pommelsbrunn und die weiteren zu diesem Thema vorgesehenen Veranstaltungen sollen zu einer Diskussion anregen, ob die derzeitige Entwicklung in Ordnung und verkraftbar ist, wohin der weitere Weg führen sollte und wo bei unseren Politikern Korrekturen anzumahnen sind.

Zur Startversammlung in Pommelsbrunn im Gemeinschaftshaus sind alle herzlich eingeladen. Die Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 09154/1602, E-Mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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