Bei den nachstehenden Berichten handelt es sich um Schilderungen von Eigentümern, zu denen auf Wunsch Kontakt hergestellt werden kann, um Erfahrungen auszutauschen.
  • Es gibt nichts weiter zu ermitteln
„Nach Prüfung des Sachverhalts sehe ich mich nicht in der Lage, dass die öffentliche Anklage erhoben wird oder weitere Ermittlungen angestellt werden. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren aus zutreffenden Gründen eingestellt. ....... Daran ändern auch die weiteren Unstimmigkeiten ....... aus den Auswertungen der Bankkontoauszüge und der Buchungsvorgänge und der ergangene Beschluss des Amtsgerichts, dass in der Jahresabrechung 2005 bisher Einnahmen und Ausgaben nicht schlüssig belegt wurden, nichts, denn unzuverlässiges Arbeiten in buchhalterischen Angelegenheiten legt nicht den Verdacht eines vorsätzlichen Vermögensdelikts nahe.
Dass auch das Amtsgericht von Fehlbeträgen ausgeht, die in der Jahresabrechnungen 2003 und 2004 nicht ausgewiesen waren, rechtfertigt ebenfalls keine andere Beurteilung.
Auch die Verweigerung Summen- und Saldenlisten herauszugeben, kann keinen Verdacht einer strafbaren Handlung begründen.
Auch die Tatsache, dass eine Entschädigungszahlung (Anmerkung: der Eigentümerversicherung) nicht der Wohngemeinschaft, sondern der „Muttergesellschaft“ (Bauträger) des Verwalters, zugeflossen sein soll und noch ein weiterer Betrag, der nach Ihrer Ansicht der Wohnungseigentümergemeinschaft zustand, an die „Muttergesellschaft“ überwiesen worden sein soll, ist nicht geeignet, schon den Verdacht der zweckfremden Verwendung von Gelder zu begründen.“
Der betroffene Eigentümer fragte sicherheitshalber nochmals einige Politiker um Rat, ob er alles im nachfolgenden Sinne richtig verstanden hätte:
  1. Für die Aufnahme von Ermittlungen gegen eine Hausverwaltung reichen die übergebenen Unterlagen
    • aufgezeigte Unstimmigkeit von Kontoverläufen,
    • ein Gutachten, das zu dem Schluss kommt, dass Geld fehlt,
    • die Feststellung des Amtsgerichts, dass Fehlbeträge nicht geklärt sind,
    • dass erheblich weniger auf dem Eigentümerkonto einging, als die Versicherung an die Gemeinschaft bezahlt hat,
    • dass Versicherungsgelder auf dem Konto eines Dritten landeten,
    nicht aus.
  2. Dass eine eigene Amtsermittlungspflicht für eine Staatsanwaltschaft aus solchen Vorwürfen und Unterlagen nicht entsteht.
  3. Unzuverlässiges Arbeiten in buchhalterischen Angelegenheiten wegen der „Schwierigkeiten bei Wohngemeinschaften“ hinzunehmen sei.
Dazu fragte er noch, ob er sich Sorgen machen solle, ob die Geldinvestition zur Altersicherung in eine Eigentumswohnung richtig war und er sein Geld der Hausverwaltung weiter anvertrauen könne.
Auf hilfreiche Antworten wird jetzt gewartet.
  • Filderstadt/Stuttgart
Blanko-Kontoauszüge erschlichen und rund 100.000 € veruntreut
Die Stuttgarter Zeitung berichtete darüber, dass ein Hausverwalter sich bei der Bank Blanko-Kontoauszüge beschafft hatte und diese dann so ausgestellt hat, dass er im Laufe der Zeit ca. 100.000 € in die eigene Tasche wirtschaften konnte. Der Beschuldigte soll die Tat inzwischen zugegeben haben. Aufgefallen ist diese Idee erst zufällig, nachdem ein Dienstleister den Wartungsvertrag gekündigt hatte. Er hatte kein Geld mehr bekommen. Durch die Manipulation des Hausverwalters sind bei mehreren Wohngemeinschaften Schäden entstanden.
Man kann dem Verwalter jedenfalls nicht unterstellen, dass er unfair nur eine Gemeinschaft geschädigt hat. Die Lasten sollten durch viele Schultern getragen werden - das spricht jedenfalls nicht gegen den Verwalters, oder?
Die betreffende Bank hat inzwischen intern die Möglichkeit beseitigt, an Blanko-Formulare zu kommen - so teilte jedenfalls ihr Sprecher mit.
Was lernen wir daraus: Kontoverläufe prüfen genügt jetzt auch nicht mehr, wenn es möglich ist, Bankauszüge nachzufertigen. Aber welcher Beirat überprüft überhaupt die Kontoverläufe?
  • Braunschweig
Trotz Zwischen-Niederlagen gebe ich nicht auf. So kann es nicht weitergehen.
Ich habe alle Ihre Beiträge im Internet auf Ihrer Homepage gelesen und musste in einigen Passagen immer wieder schmunzeln, über das, was Sie an Erfahrungen berichtet haben. Was ich in fünf Jahren Recherche über korrupte Hausverwalter/in herausgefunden habe, sprengt jeden Rahmen des Verständnisses, weil alles unglaublich erscheint, aber der Realität entspricht.
Ich bin Eigentümerin in zwei Eigentümergemeinschaften und war als Beirätin tätig. Aber was ich mit der Hilfe meines Mannes herausgefunden habe, da sträuben sich bei uns die Haare. Wir haben unglaubliches Fehlverhalten der Hausverwaltung sowie der ehem. Beiräte in den Unterlagen der WEG betreffend gefunden hatten - einfach erschütternd.
Die Eigentümergemeinschaft wurde über 19 Jahre von der ehem. Hausverwaltung systematisch zum Vorteil von verschieden Firmen geschädigt. Dabei wurde die Hausverwaltung von den Beiräten unterstützt. Eine neue Hausverwaltung entpuppte sich nach seriöser Tätigkeit in den ersten drei Jahren plötzlich als "Wolf im Schafsfell". Seit dem laufen viele Dinge wieder schief, wie z.B. die Fahrstuhlserviceverträge.
Wegen eindeutiger Rechtsverletzung der Hausverwaltung habe ich auf eigene Kosten die Anfechtung eines arglistig erreichten Beschlusses angefochten. Dem Gericht habe ich Beweise vorgelegt, aber die Richterin wollte die Beweise nicht prüfen. In der Beschluss-begründung wurden sie nicht erwähnt. Ich meine, dass mir das rechtliche Gehör verweigert wurde und Rechtsbeugung bestehen könnte.
In einem andern WEG-Verfahren, in dem ich die geschädigte Eigentümerin war, wollte das Gericht sogar eigenmächtig in der mündlichen Verhandlung die Teilungserklärung ändern, obwohl hierbei das richterliches Ermessen eindeutig überschritten wurde. Ich habe deshalb in der Verhandlung geäußert, dass kein Richter in Deutschland in die Teilungserklärung eingreifen darf, worauf die Richterin antwortete: „Hier bestimme ich!!“
In den letzten sechs Jahren habe ich bei fünf Hausverwaltungen feststellen müssen, wie clevere Verwalter/in den unwissenden Eigentümern regelrecht das sauer verdiente Geld, so auch meines, systematisch aus der Tasche gezogen wird. Und dabei musste ich zusehen, denn das Vertrauen in die Justiz und die Gesetze hütenden Organe ist bei mir verloren gegangen. Man hat den Eindruck, das Verwalter auch eine sehr gute Lobby haben, so dass sie sich alles erlauben können.
Hier soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass ich eine gefrustete Eigentümerin bin. Ich und mein Mann sowie einige wenige Miteigentümer (von fast 100) haben wegen Betrug, Untreue und ungerechtfertigter Bereicherung Strafanzeigen erstattet, aber alles wurde rigoros eingestellt. Warum hier keine Amtsermittlung erfolgt ist, ist für mich unverständlich.
Unser Verwalter wird wegen solcher „Erfolge“ im dreister. Vielleicht sind meine Hinweise für Sie ja hilfreich, denn was sich hier bei uns abspielt, kann überall geschehen. Die meisten Eigentümer bekommen gar nicht mit, mit welcher unverschämten Weise in ihren Geldbeutel gegriffen wird.
Was sich in den letzten Jahren alles zugetragen hat, hat mein Mann im Bekanntenkreis erzählt (dazu gehören auch Bauingenieure). Zu einem Fall hat er Betrugsbilder einer Dachdecker-firma vorgelegt, wie die Flachdächer manipuliert wurden. Dies zieht eine große unnötige Totalsanierung der Dächer mit sich.
Das alles spielt sich in Braunschweig unter den Augen der Behörden ab.
Wie können wir solchen Vorgängen ein Ende bereiten? Ich lasse mich von meinem richtigen Weg auch durch die bisherigen Niederlagen nicht abbringen.
Meinung von Hausgeld-Vergleich e.V.:
Eine Möglichkeit, solche Zustände zu ändern, ist die Einschaltung der vierten Macht in unserem Staat. Deshalb sind jetzt die Medien systematisch über diese Fehlentwicklungen und die Folgen für die Immobilienwirtschaft zu informieren. Und weiter sollte jeder gravierende Fall von scheinbarer Untätigkeiten oder Fehlverhalten der Justiz den jeweilig zuständigen Petitionsausschüssen sachlich vorgetragen werden.
Deshalb sollten Sie uns über jeden Fall kurz schriftlich (Stichpunkte reichen) informieren. Ihr Engagement hilft auch anderen Eigentümern sich ebenso zu wehren!
  • Regensburg/Umgebung
Wer als Eigentümer eine Verwaltung mit einen Rechtsanwalt als Gesellschafter und Geschäftsführer hat, hat die A-Karte gezogen.
Kaum Chancen hatte bisher eine Eigentümerin vor Gericht, deren Wohnanlage im Großraum Regensburg von einer Verwaltung betreut wurde, deren geschäftsführender Gesellschafter ein Rechtsanwalt war. Schon der Verwaltervertrag war so ausgestaltet, dass es der Mitgestaltung, wie Geld der Eigentümer ausgegeben wird, gar nicht mehr bedarf. Bestimmungen der Teilungserklärung, dass nach Kostengruppen abgerechnet werden müsste, waren aus Sicht des Anwalts nach „Treu und Glauben“ verwirkt und ohnehin völlig unsinnig.
Der Verwalter konnte den Versicherungsvertrag um 60% erhöhen und einen 8-Jahresvertrag! für eine Satellitenanlage selbstverständlich ohne Eigentümergenehmigung abschließen.
Eine Direktbelieferung durch Kabel Deutschland könnte zwar nur die Hälfte gekostet haben. Eine Nachfrage kam aber nicht in Frage, da der 8-Jahresvertrag mit einer kleineren Regensburger Firma viel besser war. Das hat zwar keiner begriffen - aber was macht das schon. Der Vertrag kann ja von der kleinen Firma auch an Kabel Deutschland im Bedarfsfalle verkauft werden.
Das kapiert dann jeder wieder.
Was, Sie haben hier dümmliche Bemerkungen zu diesem Vorgehen?
Das kriegen wir gleich - dafür ist man schließlich Anwalt mit einer eigenen unabhängigen Kanzlei. Die geschäftsführende Gesellschafter der Verwaltung erteilte an sich selbst als unanhängiger Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei - juristisch einwandfrei versteht sich - unter Berufung auf seinen § 181 BGB im Verwaltervertrag einige Aufträge zum strikten Vorgehen gegen vorlaute Eigentümer. Das haben diese Leute wirklich verdient, wo kämen wir denn bei unserer aufopfernden Tätigkeit sonst hin?
Aufforderung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung mit Kostenübernahme, das ist der einzig richtige Weg, den solche Aufmüpfige verstehen. Da sie allerdings Nichtjuristen waren, haben Sie es zu spät verstanden, was hier vorgeht.
In Regensburg geht dann alles schnell:
Gerichtliche Verfügung für einen bekannten Anwalt kein Problem. Auch ein Aushang zur Abschreckung für die anderen Eigentümer ist möglich - hier hat noch Ordnung zu herrschen und Furcht ist ein geeignetes Zuchtmittel. Man befindet sich schließlich in der Oberpfalz. Und ein Strafbefehl sollte auch nicht fehlen. Klappt auch. So das war‘s fürs erste.
"Hat noch jemand gegen die Arbeitsweise der Verwaltung etwas vorzubringen - niemand?
Na, war doch klar! Und jetzt könnt Ihr der Verwaltervertrags-Verlängerung gerne zustimmen - die bisherige Verwaltung nimmt die Wiederwahl sehr gerne auf Grund der bisherigen guten Zusammenarbeit an - schließlich ist eine Wiederwahl ja ein Vertrauensbeweis einer tumben Mehrheit. Und auch der geschickteste Verwalter kann darauf nie verzichten."
Anmerkung des Schreibers:
Das alles stimmt natürlich nicht. Es ist derzeit ein reines Märchen aus Regensburg/Umgebung, das nur der Aufheiterung und Satire an dieser Stelle dienen sollte. Wie das Märchen weiter geht?
Die Fortsetzung wird noch geschrieben.
Wenn Sie auch Ideen oder Anregungen zur Fortsetzung haben oder weitere Details des Märchens wissen wollen, so melden Sie sich einfach.
Unsere Adresse kennen Sie ja!
  • Berlin/Umgebung
Der einzige der keine Ahnung hatte, ist wieder einmal der Eigentümer
Das Gutachten - sorgfältig erstellt - klärt auf, dass Geld im Kontoverlauf bei den Jahresabrechnungen fehlt. Die Verwaltung erklärt, dass der der das Gutachten erstellt hat, hat keine Ahnung und der Eigentümer sowieso nicht.
Der Anwalt des Verwalters schreibt es genauso an die Staatsanwaltschaft, bei der inzwischen eine Anzeige wegen des Verdachts der Untreue gestellt wurde. Und ferner wird der Staatsanwaltschaft empfohlen, nicht unnötig Ressourcen zu vergeuden.
Nachfragen beim Gutachter von Seiten der Staatsanwaltschaft gibt es nicht. Eine eigene Prüfung scheinbar auch nicht. Weitere ergänzende Unterlagen werden nicht berücksichtigt.
Amtliche Ressourcen wurden also geschont“ und die Einstellung der Strafanzeige mit ähnlichen Argumenten begründet, wie sie der Anwalt vorgetragen hatte.
Und wieder gibt es einen Eigentümer mehr, der Deutschland fälschlicherweise mit einem Bananenstaat verwechselt. Das kommt nur davon, wenn man als Eigentümer keine Ahnung hat.
  • 10557 Berlin
Ist die Addition richtig und alles vollständig, so muss die Abrechnung genehmigt werden - egal ob die Ausgabe des Verwalters berechtigt war.
Für die Richtigkeit der Jahresabrechnung ist es ohne Belang, ob der Verwalter berechtigt war, Beträge auszugeben - so das Amtsgericht Berlin Tiergarten. Stimmt die Addition sowie die Vollständigkeit - und nur auf die kommt es an - so hat die Gemeinschaft die Ausgaben zu bezahlen. Zahlt der Verwalter an seinen befreundeten Architekten oder einen Handwerker den doppelten Preis, an seine Freundin eine komfortable Unterkunft mit dem Gemeinschaftsgeld, so ist dies für die Genehmigung der Jahresabrechnung ohne Belang. Eine Anfechtung der Jahresabrechnung wegen derartiger unberechtigter Zahlungen ist für Eigentümer sinnlos - so jedenfalls die Meinung der WEG-Gerichte.
Will der Eigentümer das unrechtmäßig verlangte Geld zurück, so wird von ihm verlangt:
  1. Die Verweigerung der Entlastung des Verwalters mit Mehrheit durchzusetzen.
  2. Über einen Tagesordnungspunkt in der nächsten Eigentümerversammlung den Regress gegenüber dem Verwalter anzukündigen (welcher Verwalter wird diesen Beschlusspunkt freiwillig aufnehmen?) und
  3. eine positive Beschlussfassung mit Mehrheit gegen den begünstigten Dritten sowie den Verwalter auf Geltendmachung eines Schadensersatz. Zu diesem Zweck muss zusätzlich noch eine Person der Gemeinschaft mit der dafür erforderlichen Klage bevollmächtigt werden muss.
Nimmt der Verwalter den Beschlusspunkt nicht freiwillig auf, was die Regel in solchen Fällen ist, so ist
  1. ferner zunächst eine Klage vor dem WEG-Gericht auf Aufnahme des Beschlusspunktes erforderlich.
Und wer sich bei allem zu viel Zeit lässt, dem droht die 3jährige Verjährung.
Wer allerdings in diesem Zusammenhang von einer derzeitigen verwalterfreundlichen Rechtsprechung spricht, ist auf jeden Fall ein “Querulant” gegen die durchaus logische Rechtssprechung - und gegen den Verwalter sowieso.
  • 80315 München
Wer Eigentümer einer großen Anlage ist, der hat leider einen höheren Streitwert!
Es scheint derzeit noch ein wesentlicher Unterschied für die Kosten zu sein, ob ein Eigentümer in einer kleinen oder einer großen Wohnanlage um die gleiche Sache streiten will. Will er z.B. bei seiner Einzelkostenabrechnung in München 500 € Kostenminderung erreichen, so ist nach derzeitiger Berechnung des WEG-Gerichts wegen der Eingriffe in die Jahresabrechnung mit einem Umfang von 10.000 € der Streitwert 25% davon - also 2.500 €.
Hat der gleiche Eigentümer das Pech einer großen Wohngemeinschaft mit einer Jahresabrechnungshöhe von 100.000 € anzugehören, so wäre sein Streitwert (Geschäftswert) für die gleiche Sache wieder 25% davon - also bereits 25.000 €. Pech gehabt oder falsches Gericht erwischt - das ist hier die Frage? Wer kann das einem Eigentümer erklären oder der Ungleichbehandlung abhelfen?
  • 85464 Neufinsing
86.437,52 Euro Rechtsanwalts-, Sachverständigen- und Gerichtskosten!
Über 5 Jahre lang hatte der mit dem Bauträger identische erste Hausverwalter erforderliche Gewährleistungen an der Wohnanlage verhindert. Dann riss bei einigen Eigentümern der Geduldsfaden endgültig und zurecht, wie sie meinten: “In der Tiefgarage dringt regelmäßig Wasser ein, Einstellplätze stehen dann unter Wasser und nur wer sein Auto schnell in eine “Rostlaube” verwandeln will, benutzt noch die Einstellplätze” und “der Schallschutz entspricht nicht den Bauvorschriften” wurde ebenfalls geschimpft.
Eine andere Eigentümer-Gruppe hielt sich wie häufig in solchen Fällen “elegant aus allem heraus“, denn Ärger mit dem Bauträger, der ebenfalls noch Inhaber einiger Wohnungen ist, kann teuer - sehr teuer werden. Eine inzwischen neu eingesetzte 3. Verwaltung, sei ebenfalls “vom Bauträger gesteuert und fährt eine neue Strategie, indem sie den Rechtsanwalt, der die Beweissicherungen bei den Gerichten anstrengte, in ein “schlechtes Licht” stellt, meinen ferner die noch wenigen aufrechten Rebellen der Wohnanlage.
Da entstehen schnell mal 86.437,52 Euro im Abrechnungsjahr 2003 für 49 Eigentümer. Im Folgejahr 2004 wurde wegen der Prozesse erneut 67.060,00 Euro! ausgegeben und so dargestellt, als sei dies ein Mitverschulden der “Querulanten”, wie Eigentümer gerne bezeichnet werden, die sich für die Rechte der Wohngemeinschaft einsetzen. Da besteht schon Hoffnung auf Besserung zumindest bei dieser Kostenposition. In der Mängelsache ist trotzdem noch alles offen. Endgültige Entscheidungen bei Gericht zur Beweissicherung und zu den Anfechtungen sind noch nicht gefallen. Ein kleiner Erfolg ist aber für die seit 10 Jahren kämpfenden Wohnungseigentümer sichtbar. Bei einem Gutachten in der Beweissicherung (Mängel zur Außenfassade, zu geringe Durchgangshöhen) sollen die Kosten vom WEG-Gericht in Erding dem ehemaligen Verwalter auferlegt werden, der es in seiner Amtszeit unterlassen hatte, die Baumängel entsprechend feststellen zu lassen. Inzwischen haben sich die “Querulanten” fachlich bessere Kenntnisse als manche Gutachter und Rechtsanwälte angeeignet. Und Sie werden ihre Erfahrungen mit dem Bauträger, der Hausverwaltung und den Gutachtern Pressevertretern zur Veröffentlichung anbieten und sie zu den Gerichtsverhandlungen nach Erding einladen.
  • 82110 Germering
Ordnungsgemäße Instandhaltung ist auch um die Hälfte der Kosten zu haben.
Es geht um eine kleine Wohnanlage mit 10 Wohnungseigentümer. Da sich die erste Hausverwalterin mit der Instandhaltungsrücklage dieser Wohnanlage und auch anderer Wohnanlagen ins Ausland abgesetzt hatte, wurde bei der neuen Hausverwaltung auf ein Gütesiegel eines anerkannten Immobilienverwalter-Verbandes Wert gelegt und dafür tiefer in die Eigentümer-Geldbörse gelangt - ganz im Sinne der Verbandsdevise “Sparen bei der Hausverwalter-Honorierung lohnt sich nicht”.
Nachdem die Außenfassade der Wohnanlage unansehnlich geworden war und bei den Anschlussstellen der Balkonbrüstungen zu den senkrechten Tragewänden teilweise kleine Ausbruchstellen sichtbar waren, wurde von der Hausverwaltung ein Bauingenieur mit der Begutachtung und der Ausschreibung der erforderlichen Instandhaltungsarbeiten beauftragt. Der Bauingenieur legte seine Angebote zwischen ca. 35.000 bis 37.000 Euro vor und wurde vom Hausverwalter als “Bauaufsicht” für die “schwierigen Arbeiten” empfohlen.
Ein Vereinsmitglied, das sich an diesen Kosten mit rund 5.000,- Euro hätte beteiligen müssen, bemühte sich jedoch parallel um direkte Angebote von geeigneten Fachfirmen. Die anstehende Instandhaltung konnte dadurch für 15.000,- Euro erledigt werden ohne Verzicht auf die übliche Gewährleistung. Auf die Beschäftigung des Bauingenieurs wurde verzichtet.
Erkenntnis der anderen Wohnungseigentümer:
Mehrausgaben für eine Hausverwaltung und Fachleute lohnen sich nicht immer, ein kritischer engagierter Miteigentümer in der Wohnanlage jedoch auf jeden Fall.
  • 30880 Laatzen
Das Problem “Garagen” ist bis heute nicht geklärt
Die betreffende Anlage besteht aus Wohnungen und Garagen. Etwas mehr als Hälfte der Eigentümer in der Teilungsurkunde sind auch Inhaber einer Garage. Die Garagen wurden in der Teilungserklärung als “Sondereigentum” bezeichnet. Soweit schien alles sauber geklärt.
Die Garargen sind Sondereigentum. Aufwendungen dafür sind also von jedem Eigentümer selbst zu bezahlen.
Im Laufe der Jahre wechselten dann jedoch die Ansichten und Meinungen sowohl bei den Hausverwaltungen als auch bei den Garagenbesitzern, wie die Kosten, die Garagen verursachen, zu verteilen sind.
Zunächst beteiligten sich die Garagenbesitzer an der allgemeinen Instandhaltungsrücklage. Dann war man der Meinung, Garagen benötigen keine Instandhaltung und die Zahlungen wurden nach einem strittigen “Mehrheitsbeschluss” eingestellt.
Später waren doch erhebliche Instandhaltungen erforderlich und die Mehrheit (die hatten die Garagenbesitzer) stimmte dem Vorschlag einer neuen Verwaltung zu, die Kosten dafür der allgemeinen Instandhaltungsrücklage zu entnehmen. In die hatten die Garagenbesitzer aber nichts mehr einbezahlt. So ging die Sache, von Seiten der Nichtgaragenbesitzer, berechtigt vor Gericht. Hier gab es dann die Oberlandesgerichts-Entscheidung, dass diese Verfahrensweise “unbillig” wäre und dass das Vorurteil dementsprechend zu überprüfen wäre. Später wich das gleiche Gericht von seiner vorherigen Entscheidung aber wieder ab und alles verlief ungeklärt.
Nun wird voraussichtlich ein neuer Anfang gemacht, da die Teilungsurkunde ganz klare Vorgaben macht, von denen die Hausverwaltung bei der Kostenverteilung abgewichen war.
Dann wird es sicher aufhören, dass die Nichtgaragenbesitzer weiterhin die Zahlesel der Garagenbesitzer sind.
  • 69181 Leimen
Es kann auch teurer werden
In der kleinen Wohnanlage war eine Terrassensanierung fällig, da die darunter liegende Wohnung Nässeschäden an der Decke hatte. Kein Problem für einen Fachbetrieb, da diese Reparaturen immer wieder auszuführen waren. Ein Problem kann allerdings dann entstehen, wenn für die Instandhaltung vom Hausverwalter ein Sanitärbetrieb den Auftrag erhält, der sich mit Heizungen, Lüftungen und sanitären Anlagen beschäftigt. Der musste sich von einem geeigneten Fachbetrieb helfen lassen. Auch kein Problem - es kostet dann einfach mehr für die Hausgemeinschaft.
Wer regt sich hier auf? Können nur Querulanten sein!

Wer Interesse an Kontakten mit den betroffenen Eigentümern hat, weil er mehr erfahren will
oder ähnliche Geschichten erlebt hat, der wendet sich an
Tel. 09154/1602, Fax: 09154/914721 - Stichwort: “Krasse Fälle”
Wer hat Interesse an einem zwanglosen Stammtisch in München und Nürnberg zur Diskussion von Fragen, die sich mit Eigentumswohnungen ergeben?
Bitte an Verein Interesse und Adresse mitteilen. Telefonnummer nicht vergessen.
Und hier haben wir Raum für Sie:
Hier könnte demnächst Ihre Nachricht stehen.
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Hier können Sie Ihre Probleme schildern und Hilfe suchen.
Schreiben Sie an
Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check e.V.
Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn bei Nbg.
Fax: 09154/914721
E-Mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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