Der Bausachverständige Gernot Henrich vom Institut für angewandte Baudiagnostik zeigte die Schattenseiten der Außendämmungen auf:

Endlich erfolgte nun auch im TV die dringend erforderliche Aufklärung der Bürger über die fragwürdigen Plastikverpackungen der Wohnhäuser, wie Hausgeld-Vergleich e.V. sie bereits in einigen Printmedien initiieren konnte. Nach der TV-Sendung in “Geld & Leben”, dem Wirtschafts-Magazin des Bayerischen Fernsehen, haben nun auch der SWR unter “marktcheck“, das ERSTE in “plusminus” und der NDR kritische Berichte über “Wärmedämmverbundsysteme” ausgestrahlt. Es ist also gelungen, den in den meisten Medien immer noch positiv beschriebenen Dämmmaßnahmen und luftdichten Plastikverpackungen ein gewichtiges Kontra im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung entgegen zu setzen.

So klärte der SWR darüber auf, dass die Kosten für eine energetische Sanierung sehr hoch sind und die Frage gestellt werden muss, ob sich solche Dämmungen auch wirklich lohnen. Erfreulich war bei der Berichterstattung des SWR, dass sich auch CO2-online, eine von unserem Staat finanziell geförderte Institution von den bisherigen geschönten angeblichen Einsparerfolgen distanzierte, die von den Energieberatern auf dem “Papier” errechnet werden. So musste von CO2online zugegeben werden, dass Fassadendämmungen in der Nachberechnung lediglich bei 15% Energieeinsparung liegen und sich neue Fenster mit nur 4% Einsparung noch weniger rechnen - also wenn ältere Veranlasser längst verstorben sind.

Sinnvoll war beim SWR auch die Aufklärung darüber, dass in einem konkreten Falle die Miete wegen der energetischen Sanierung um 170,- € pro Monat angehoben wurde, also um ein Vielfaches dessen, was an Energieeinsparung dabei herausgekommen ist. Warum der Deutsche Mieterbund (DMB) sich trotzdem gegen jegliche wirtschaftliche Vernunft für solche Plastikverpackungen der Wohngebäude engagiert, ist bei Hausgeld-Vergleich e.V. nicht nachvollziehbar. Dies vor allem vor dem rechtlichen Hintergrund einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes, dass es auf eine Wirtschaftlichkeit für den Mieter nicht ankomme.

Plusminus im ERSTEN stellte schon mit dem Titel “Dämmwahn“ klar, dass die energetischen Sanierung vor allen ein gutes Geschäft für die Handwerker und Hersteller darstellt, wobei die Hausverwalter vergessen wurden, die teilweise schon über ihre geschickten Verwalterverträge an solchen Groß-Geldausgaben mitverdienen. Für Eigentümer macht “Dämmwahn” weniger Sinn.
  • Eklige grüne Algenbildung an den hochgedämmten Fassaden, da der Putz an gedämmten Wänden zwangsläufig kälter ist als an konventionellen Wänden, bei denen solche hässlichen Erscheinungen deshalb unbekannt sind.
  • Verwendung unweltschädlicher Biozide zur Algenverhinderung, die ins Grundwasser auswaschen - eine Gesundheitsgefährdung, die bisher vollkommen vernachlässigt wurde.
  • Angeordnete unnötig dicke Dämmstärken, die praktisch keinen Nutzwert erbringen können.
Prof. Jens Fehrenberg von der Fachhochschule in Hildesheim wies auf die riesigen Müllprobleme in der Zukunft, die der Mischmüll der Wärmeverbunddämmsysteme bringen wird.
Anmerkung: Da fragt man sich, ob DIE GRÜNEN noch ernst zu nehmen sind, wenn sie Plastiktüten verbieten wollen, aber solche Müllberge von Plastikdämmmaterial und Biozid-Auswaschungen ins Grundwasser bei ihren umweltpolitischen Zielen unberücksichtigt lassen.

Die fundierteste und umfangreichste Aufklärung im Sinne der Wohnungseigentümer und Mieter brachte der Redakteur Güven Purtul im NDR mit seinem Beitrag “Wahnsinn Wärmedämmung“. Ist Wärmedämmung der richtige Weg zum Klimaschutz oder verdienen sich nur die Industrie und Handwerk eine “goldene Nase“ dank üppiger staatlicher Förderung? Die Kritiker sprechen dagegen vom “Dämmwahn” und dass es dabei gar nicht um Klimaschutz gehen kann. Es werden Einsparungen versprochen, die nicht eingehalten werden. Ob CO2 -Einsparungen das Klima beeinflussen können, wird von seriösen Wissenschaftlern seit geraumer Zeit ohnehin bestritten. Und zudem werden mit der Dämmung Risiken eingegangen, über die nicht aufgeklärt wird.

Geringe Undichtigkeiten im Außenputz durch Spannungsrisse, schlampiges Arbeiten bei Maueraussparungen bei Fenstern und Türen und Vogelverpickungen können ein System durchnässen und erhebliche Bauschäden mit hohen Kostenfolgen verursachen.

Die U-Wert-Berechnungen der Energieberater sind das Papier nicht wert, auf denen sie stehen. Der bundesweit bekannte Wärmedämmkritiker Architekt Konrad Fischer, von Hausgeld-Vergleich e.V. bereits mit einem Verbraucherschutz-Award für seine unermüdliche Aufklärungsarbeit auszeichnet und Dozent der BEIRATS -Akademie© , kritisiert in der Sendung die in der EnEV festgeschriebenen Berechnungsmethoden. Ferner weist Fischer auf die fragwürdige Praxis hin, für die Berechungen zu hohe Verbrauchswerte anzusetzen. Und selbst der Bundesverband für angewandte Thermografie warnt vor der Überschätzung der Aussagen von Wärmebild-Außenaufnahmen.

Dass Wärmedämmung aus Polystyrol “brandgefährlich” sein kann, ist seit spektakulären Fällen bereits bekannt und wird in der Sendung anhand eines Modellversuchs eindruckvoll nachgestellt. Wenn dann aus Ersparnisgründen oder aus Schlamperei bei der Dämmung auf Brandschutzstreifen verzichtet wird, kann es zu rasanten, nicht mehr kontrollierbaren Brandausweitungen kommen wie z.B. in Berlin oder Delmenhorst.

Und werden die erforderlichen Lüftungsquoten nicht eingehalten, so kann in den Wohnungen Schimmel entstehen. Bei modernen Fenstern schlägt sich die Innenfeuchtigkeit nicht mehr an den Scheiben sondern dann in den Ecken der Wände nieder, was zur Schimmelbildung führen kann. Kritisiert wurde in der Sendung ferner, dass die Vorgaben für die Energie-Einsparverordnung von Personen miterarbeitet werden, die gleichzeitig aktiv in der Dämmindustrie mitwirken. Es geht im Kern deshalb um ein Konjunkturpaket, dass die Eigentümer und Mieter der Wohnungen finanziell schultern sollen.

Bericht:  NDR Fernsehen - Dokumentationen - Wahnsinn Wärmedämmung

- hier anklicken -


Die Frage für Hausgeld-Vergleich e.V. ist nach diesen wertvollen
Aufklärungssendungen aber nach wie vor:
Wie lange noch lassen sich die deutschen Bürger solchen Wahnsinn noch gefallen
oder fühlen sie sich in der Rolle von willigen Melkkühen weiter wohl?
Zurück