Ob man mit einer Eigentumswohnung Freude hat, liegt an der Qualität eines Hausverwalters und des Verwaltungsbeirats. Sie beeinflussen mit ihrer Tätigkeit maßgeblich, ob der Eigentümer mit überhöhten Wohngeldkosten belastet wird und wie der Wert der Immobilie erhalten und gesteigert werden kann.

Der Verbraucherschutzverein Hausgeld-Vergleich e.V. widmete seine 3. öffentliche Veranstaltung in Nürnberg deshalb einem Erfahrungsaustausch über die Arbeitsweisen von Hausverwaltern und Verwaltungsbeiräten in der Region.

Ziel der ersten Veranstaltung dieser Art im neuen ansprechenden Veranstaltungsort “Maxtor-Zentrum” war, Informationen über die Arbeitsweisen der Hausverwalter und Beiräte zu erhalten. Zugleich sollten die Besucher Hinweise bekommen, wie man sich gegen die “schwarzen Schafe” der Branche wehren kann.

Den Erfahrungsaustausch leitete Vereins-Vorstand Norbert Deul mit der Abfrage ein, wie viele Besucher mit ihrem Hausverwalter unzufrieden seinen. Mehr als 50% der Besucher signalisierten im überfüllten Saal, dass es mit ihrem Verwalter erhebliche Mängel gäbe. Die Besucher schilderten teilweise besonders krasse Fälle. Bei bestimmten Verwaltern sollen diese gehäuft vorkommen. Sodann wurden typische Verhaltensweise dieser “schwarzen Schafe” dargestellt.
Vorstand Deul erläuterte, mit welchen Mitteln man sich wehren könne, die an die Besucher in Form einer Check-Liste übergeben wurden.

Vorstand Deul forderte die Besucher auf, ihre Erlebnisse und Beurteilungen über unakzeptable Arbeitsweisen nicht für sich zu behalten, sondern diese auch zum Schutz anderer Eigentümer dem Verein mitzuteilen. Der Verein erfasst seit Jahren gute und schlechte Arbeitsleistungen, veröffentlicht daraus eine Statistik und vergibt Awards für herausragend gute Leistungen aber auch einen Negativpreis für besonders schlechte Arbeit.
Ziel des Vereins ist es, die Öffentlichkeit auf die teilweise vollkommen unbefriedigenden Zustände bei der Verwaltung von Immobilien aufmerksam zu machen. Ein weiteres Ziel ist, den schlechten Verwaltern die Verwaltungsaufträge wegzunehmen, um diese den guten Verwaltern anbieten zu können. Der Verein verfügt hier über eine lange Praxiserfahrung und gute Erfolge.

Der von der Anzahl der Beschwerden überraschte BVI/IVD-Verwalter Dipl.-Betriebswirt Manfred Ritter erläutere das umfangreiche Arbeitsfeld eines guten Verwalters und gab Hinweise wie man den guten vom schlechten Verwalter schon bei der Bewerbung erkennen könne.
“Ein guter Verwalter, ist seinen Preis wert!” so sein Rat.

Vorstand Deul appellierte an die anwesenden Beiräte, sich nicht als “Handlanger der Verwalter” darzustellen oder auf ihre Neutralität zu achten, damit sie ihre vom Gesetzgeber angedachte Position als Kontrolleur überhaupt glaubhaft erfüllen können. Es wurde auf typische Fallen für Beiräte hingewiesen, wodurch der Beirat seine Neutralität schnell verlieren kann. Eine Umfrage ergab, dass die Besucher mit der Arbeitsweise der Verwaltungsbeiräte weit mehr zufrieden sind als mit der der Verwalter.

Miet- und WEG-Fachanwalt Klaus-Ingo Wittich informierte über wichtige aktuelle Urteile und beantwortete die rechtlichen Fragen der Besucher. Zu baulichen Themen gab wieder Prof. Dr. Ing. Claus Meier wie immer fundierte und verbrauchergerechte Antworten, die typische Bauschäden verhindern und den Geldbeutel schonen können.

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