Nach der EnEV 2009 besteht eine Dämmpflicht an der Außenfassade, wenn 10% an Putzreparatur an einer Gebäudefläche durchgeführt werden muss. Dann gelten die Dämmvorgaben der EnEV und die Beschlussfassung zur Sanierung bedarf in diesem Falle nur einer einfachen Mehrheit. Eine qualifizierte Mehrheit von 75% aller stimmberechtigten Eigentümer, die mindestens 50% der Miteigentumsanteile ausmachen müssen, ist dann nicht erforderlich.

Diese Verordnung kann eine Wohngemeinschaft in eine schwierige finanzielle Lage bringen, wenn für die dann anstehende Großsanierung nicht genügend Geld in der Rücklage ist und innerhalb kurzer Zeit eine große Sonderumlage fällig wird.

Ein Ausweg könnte hier der § 25 der EnEV sein, der eine Befreiung von den Auflagen der EnEV dann gestattet,

  • wenn die Maßnahme dem Wirtschaftlichkeitsgebot der EnEV widerspricht und
  • die Maßnahme eine unbillige Härte darstellt.

Um dieses Ziel (Befreiung von der EnEV) zu erreichen, ist ein sachgerechter Antrag an die zuständige Baubehörde zu stellen, der die Gründe aufzeigt, weshalb a) und b) in diesem speziellen Falle zutreffen.

Dass solch einen Antrag ein Fachmann stellen sollte, versteht sich von selbst. Wenn die Bauaufsichtsbehörde den Antrag ablehnen will, erfolgt in der Regel noch eine Anhörung, in der noch weitere Argumente nachgeschoben werden können. Spätestens dann sollte auch eine Bescheinigung eines anerkannten Sachverständigen vorgelegt werden können, der das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Befreiung nach § 25 EnEV sachverständig bescheinigt. Aktuelle Erfahrungen liegen gerade von einem Mitglied in Berlin vor.

Wer hier weitere Fragen hat oder Hilfe durch Fachleute sucht,
kann sich an Hausgeld-Vergleich e.V. wenden: Tel.: 09154/1602

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