Kommt es immer mehr zur Einschränkung von Eigentümerrechten beim Immobilienbesitz? Das ist eine Frage, die sich Hausgeld-Vergleich e.V. und besorgte Mitglieder stellen.
Bereits mit der Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes zum 1.7.2007 wurde das Mitbestimmungsrecht in einer Weise beschnitten, die grundgesetzwidrig sein dürfte.

Der einzelne Eigentümer wurde praktisch per Gesetz entmündigt, denn wenn es jetzt einer Eigentümergruppe in den Sinn kommt, konkrete Regelungen zur Kostenverteilung des Kaufgegenstandes „Wohnung“ per einfachen oder qualifizierten Mehrheitsbeschluss aus eigennützigen Gründen auszuhebeln, so ist das ab 1.7.2007 möglich.

Wer eine Wohnung einfachen Standards wegen seiner begrenzten Mittel gekauft hat, ist nicht davor geschützt, dass diese Immobilie jetzt in Richtung einer „Luxusimmobilie“ per Mehrheit saniert wird. Gegen daraus fällige Sonderzahlungen in Höhe von 10.000 bis 30.000 € ist der einzelne Eigentümer laut Gesetz machtlos, wenn die Mehrheit die gesetzgeberischen neuen Möglichkeiten zu nutzen versteht.
Wer diese Geldmittel dann nicht aufbringen kann oder bei der Bank wegen seiner finanziellen Angespannheit keinen Kredit erhält, dem droht die Zwangsenteignung seiner Wohnung mit damit verbundenem Wertverlust und den sich daraus ergebenden Folgen.
Die Aussage des Jahres zu dieser Situation dürfte aus Sicht von Hausgeld-Vergleich e.V. die des Verwalters v. Dall‘ Armi aus München sein:
„Machen Sie die Augen zu, dann sehen Sie was Ihnen gehört.“

Die Rechte des Immobilienbesitzers wurden aber auch anderweitig systematisch entwertet. Dies ist z.B. bei gesetzlich angeordneten Zwangsinvestition in energetische Sanierung der Fall, bei denen Wirtschaftlichkeitsgebote missachtet werden. So sind z.B. alle Fenster komplett zu erneuern, wenn nur 20% der Erneuerung bedürfen. So schreibt es eine unverständliche EnEV vor.

Und selbst wenn eine Wohnung nicht vermietet werden kann, so müssen auch bei sog. Leerständen Grundsteuern bezahlt werden. Teilweise überzogene kommunale Gebühren für Wasser, Abwasser und Müllentsorgung und hohe Steuern bzw. Abgaben auf Energie dienen der Haushaltssanierung anderer Bereiche.

Immobilieneigentum steht immer mehr im Blickpunkt finanzieller Begehrlichkeit Dritter und gesetzgeberischer Unverhältnismäßigkeit.

Daraus folgt, dass derjenige, der sich mit dem Kauf einer Eigentumswohnung beschäftigt, weder mit realen Wertsteigerungen seiner Immobilie noch mit Preiserhöhungen bei Vermietung rechnen sollte.
Wenn Sie auch dieser Meinung sind, so schreiben Sie an:
Hausgeld-Vergleich e.V., Gehrestalstr. 8, 91224 Pommelsbrunn
E-Mail: hausgeld-vergleich@t-online.de
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